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71. Deutsche Weinkönigin ist Angelina Vogt

Die Nahe jubelt

Foto: DWI
Foto: DWI
Zur Wahl der 71. Deutschen Weinkönigin traten diesmal zwölf Bewerberinnen an: Annika Schooß (Ahr), Miriam Kaltenbach (Baden), Carolin Meyer (Franken), Carolin Hillenbrand (Hessische Bergstraße), Laura Gerhardt (Mosel), Angelina Vogt (Nahe), Meike Klohr (Pfalz), Katharina Bausch (Rheingau), Anna Göhring (Rheinhessen), Gina Maria Gräfe (Saale-Unstrut), Lisa Leinemann (Sachsen) und Julia Sophie Böcklen (Württemberg). Nur der Mittelrhein fehlte, was aber schon im letzten Jahr angekündigt war. Im Vorentscheid, locker moderiert von Holger Wienpahl, mussten sich die Kandidatinnen, vor der 70-köpfigen Jury und den über 800 begeisterten Zuschauern im Saalbau in Neustadt, der Fachbefragung stellen. Geprüft wurden die Antworten auf der Bühne durch eine Masterjury, die mit Master of Wine Anne Krebiehl aus London, Sommelière Christina Fischer und Professor Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim University, wieder hochkarätig besetzt war. Das fachliche Niveau der Kandidatinnen war sehr hoch. Auch die englische Frage scheint für die weltgewandten Frauen keine Hürde mehr zu sein. Zudem entlarvten sie in Weinnachrichten eingebaute Fehler.
 
Knappe Entscheidung
Die Jury hatte keine einfache Wahl. Schließlich schafften es Laura Gerhardt, Julia Sophie Böcklen, Angelina Vogt, Katharina Bausch, Carolin Hillenbrand und Miriam Kaltenbach ins Finale. Verdient hätten es auch die anderen Fachfrauen, aber wenn die Leistungen so nah beieinanderliegen, braucht es auch ein Quäntchen Glück. Das Finale zur Wahl der Deutschen Weinkönigin wird immer live vom SWR-Fernsehn übertragen. Die Verabschiedung der scheidenden Hoheiten konnte erstmals im Internet per Live-Stream verfolgt werden. DWI-Chefin Monika Reule dankte der Deutschen Weinkönigin Carolin Klöckner und den Weinprinzessinnen Inga Storck und Klara Zehnder mit sehr persönlichen, herzlichen Worten und hofft, dass diese der Branche erhalten bleiben. Alle drei haben sich mit Herzblut engagiert und den Dank der gesamten Weinwirtschaft verdient. Carolin Klöckner, Inga Storck und Klara Zehnder gestalteten ihren Abschied als Tanz- und Gesangseinlage und rockten damit den Saal. Sie sangen live ihren Jahresrückblick und begeisterten damit das Publikum.
 
Mit Bühnenpräsenz die Krone gewinnen
Bei der Wahlgala war bei den sechs Finalistinnen nun Bühnenpräsenz, Schlagfertigkeit und Rhetorik gefragt. Die Bewerberinnen moderierten ihre Porträtfilme selbst, sprachen ein originelles Grußwort und sollten bei einer verdeckten Weinprobe die Rebsorte erkennen. Bei den Spielrunden zeigten sie ihre kommunikativen Fähigkeiten. Die Jury wählte dann Angelina Vogt von der Nahe, Julia Sophie Böcklen aus Württemberg und Carolin Hillenbrand von der Hessischen Bergstraße ins Majestätentrio. Die drei Bewerberinnen, die ohne Krone heimfahren mussten, wurden unter großem Applaus verabschiedet. DWI-Chefin Reule zollte ihren Respekt: „Sie können stolz sein auf Ihre großartigen Leistungen.“ Es blieb spannend. Wer wird Deutsche Weinkönigin? Als letzte Aufgabe mussten die Ladies mit einer Rede überzeugen, der eine Liedzeile aus ihrem Lieblingssong zugrunde liegen sollte. Angelina Vogt überzeugte mit ihrer natürlichen Ausstrahlung und Lockerheit: „Ich freue mich wahnsinnig auf diesen Roadtrip mit Euch.“
 
Fachlich kompetent und charmant
Angelina Vogt aus Weinsheim an der Nahe wurde dann zur 71. Deutschen Weinkönigin gekrönt. „Ich bin stolz und glücklich und kann es gar nicht fassen“, jubelte die frischgekrönte Weinkönigin. Nach nur zwei Jahren geht die deutsche Weinkrone wieder an die Nahe. Angelina Vogt, 25-jährige Ernährungswissenschaftlerin, hat ihr Studium in Stuttgart-Hohenheim abgeschlossen. In der Ortenau/Baden geboren, hat sie die Liebe zu einem Winzer an die Nahe verschlagen, wo sie jetzt eine Winzerausbildung absolviert. Sie begrüßte charmant auf japanisch und empfahl in fließendem Englisch ein Stück onion tarte (Zwiebelkuchen) zum Riesling. Im Finale erkannte sie den Portugieser blind und hatte „Bock auf ein Steak dazu“. Die Deutsche Weinprinzessin Julia Sophie Böcklen aus Kleingartach in Württemberg war von klein auf im Weinberg dabei. Ihre Eltern sind Wengerter und liefern in der Weingärtnergenossenschaft Heuchelberg ab. Die 23-Jährige hat in Stuttgart-Hohenheim Kommunikationswissenschaft studiert und arbeitet bei Yves Rocher. Auf englisch schwärmte sie vom Silvaner und erklärte, warum Wein ein Kulturgut ist. Freudig schaut auch Carolin Hillenbrand aus Heppenheim/Hessische Bergstraße auf das vor ihr liegende Amtsjahr als Deutsche Weinprinzessin. Die 26-jährige Politikwissenschaftlerin arbeitet an ihrer Doktorarbeit und präsentierte sich souverän in allen Weinthemen. In ausgezeichnetem Englisch erklärte sie die Vorzüge einer Winzergenossenschaft. bs