Desinfektionsmittel statt Obstbrand

RHEINGAU

© Michael Ludwig
Das Getränketechnologische Zentrum der Hochschule Geisenheim University läuft derzeit auf Hochtouren. Doch dieses Mal dient es nicht studentischen Übungszwecken, denn in Zeiten der Corona-Pandemie, in denen der Bedarf an Desinfektionsmitteln enorm ist, steht die Gesundheit der Mitmenschen im Fokus. „Wir freuen uns, wenigstens ein klein wenig zur lokalen Bekämpfung des Coronavirusbeitragen zu können“, sagte Betriebsleiter Michael Ludwig vom Institut für Getränkeforschung. Die Getränketechnologen haben aus den Alkoholbeständen insgesamt 700 l Handdesinfektionsmittel hergestellt – nach einer von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Formulierung. Die Idee zur Aktion kam vom Präsidenten, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz. „Ich bin stolz, dass das Getränketechnologische Zentrum das so zielstrebig in Absprache mit dem Zoll sowie der zuständigen Bundesstelle für Chemikalien umsetzen konnte“, erklärte Prof. Dr. Ralf Schweiggert, Leiter des Instituts für Getränkeforschung. Das hergestellte Handdesinfektionsmittel wurde in Drei-Liter-Gebinden Krankenhäusern sowie Pflegediensten und -heimen in der Umgebung der Hochschule unentgeltlich zur Verfügung gestellt. hsgu