Mit einem Trainingslager hat sich die deutsche Weinelf vom 17. bis 19. April in der Sportschule Edenkoben intensiv auf die VINOEURO in der Toskana vorbereitet. Das Turnier, organisiert von der UENFW, gilt als offizielle Europameisterschaft der Winzer-Nationalmannschaften und vereint Fußball, Weinbau und kulturellen Austausch.
Seit 2010 hat sich der Wettbewerb zu einem Bestandteil der europäischen Weinbranche entwickelt und wird alle zwei Jahre ausgetragen. Die kommende Ausgabe findet vom 2. bis 7. Juni 2026 in der Toskana rund um Cecina und Venturina statt. Insgesamt treten zehn Nationen gegeneinander an: Deutschland, Italien, Frankreich, Portugal, Österreich, Tschechien, Rumänien, Ungarn, Schweiz, Slowenien.
Fußball, Weinbau und kultureller Austausch
Neben dem sportlichen Wettbewerb steht der Austausch über Weinbau, Nachhaltigkeit und Kultur im Mittelpunkt – ein Konzept, das die VINOEURO einzigartig macht. Die VINOEURO 2026 wird von Fachkonferenzen im Rahmen des Programms „VINOEDUCA“ begleitet, bei denen Experten aus Wissenschaft und Praxis – unter anderem von europäischen Hochschulen – aktuelle Themen des Weinbaus diskutieren. Dabei stehen Klimawandel, Nachhaltigkeit und Biodiversität sowie der internationale Austausch innerhalb der Branche im Mittelpunkt.
Beim Trainingslager in der Pfalz arbeiteten rund 20 Spieler, überwiegend aus dem A-Kader, an Form, Taktik und Teamchemie. Der Auftakt am Freitag begann nach der Anreise mit einer ersten Einheit. Am Abend stand ein Besuch im Weingut Koch auf dem Programm. Gastgeber Bernhard Koch sorgte mit einer Weinprobe und Pfälzer Spezialitäten für den passenden Rahmen und verband Sport und Weinkultur.
Sichtung und EM-Tickets vergeben
Am Samstag wurde neben intensiven Trainingseinheiten auch die Zukunft des Kaders gestaltet: Sechs Anwärter und eine Anwärterin stellten sich der Sichtung. Nach Aufwärmen mit dem Team, Passübungen und einem Trainingsspiel fiel am Abend die Entscheidung für die Spieler:
Luke Ehrstein (aktuell Weingut Knöll und Vogel, Pfalz) und Paul Fader (Weingut Knuth
Fader, Rodth) konnten sich direkt für die Europameisterschaft empfehlen. Beide Spieler vereinen die Leidenschaft für Fußball und das Kulturgut Wein.
Es wurden Spielzüge aufgebaut
Parallel begleitete der SWR (Landesschau) das Trainingslager am Samstagvormittag. Neben Technik und Spielpraxis lag ein Schwerpunkt auf der Entwicklung der Spieltaktik. Spielzüge, Aufbauvarianten und strategische Abläufe wurden einstudiert. Das ist entscheidend im Hinblick auf die starke internationale Konkurrenz bei der EM.
Den Abschluss bildete die Ansprache von Friedel Müller und den Sportverantwortlichen. Spätestens hier wurde deutlich: Das Ziel ist klar – die Weinelf will bei der VINOEURO 2026 um den Titel mitspielen. Diese Europameisterschaft ist weit mehr als ein sportliches Turnier. Sie versteht sich als Plattform für Austausch, Freundschaft und die internationale Sichtbarkeit des Weinbaus. Über 3.000 Besucher werden in der Toskana erwartet. Die Fachveranstaltungen werden von Verkostungen und kulturellem Programm begleitet.
Botschafter für den deutschen Wein
Für die deutsche Weinelf geht es nicht nur um Tore und Punkte, sondern auch um die Rolle als Botschafter für den deutschen Wein in Europa.
Das Trainingslager hat gezeigt: Sportlich, organisatorisch und mannschaftlich ist die deutsche Weinelf bestens vorbereitet. red