Deutscher Wein verliert weiter Marktanteile

Das Deutsche Weininstitut

Der deutsche Wein verzeichnete trotz einer steigenden Käuferreichweite weiter rückläufige Einkaufsmengen und Marktanteile im Handel. Diese Ergebnisse gehen aus dem Mafo-Newsletter hervor, den das Deutsche Weininstitut (DWI) mit Verweis auf Daten aus dem NielsenIQ HomeScan Panel Ende Juli 2026 veröffentlicht hat. Wie üblich wurden private Einkäufe erfasst. Nicht enthalten ist der Außer-Haus-Konsum von Wein, zu dem es keine Erhebungen gibt.
Käuferreichweite hat sich etwas stabilisiert
Im Detail ergaben sich folgende Entwicklungen: Die Käuferreichweite stieg im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 0,4 %. Es haben also etwas mehr Haushalte Wein eingekauft.
Deutscher Wein schnitt mit +0,5 % sogar etwas besser ab, als ausländischer Wein, der sich im Vergleich beider Halbjahre mit -0,4 % schlechter entwickelte. Demgegenüber steht ein Rückgang der Einkaufsmengen. Deutscher Wein verlor hierbei mit -5,7 % mehr als ausländische Ware mit -3,4 % (gesamt -4,4 %). Die Verbraucher kauften dieses Jahr also seltener und weniger Wein ein als im gleichen Zeitraum 2025. Somit setzt sich beim Weinabsatz die Entwicklung der letzten fünf Jahre fort.
Beim Einkaufswert zeigt sich ein ähnliches Bild: Deutscher Wein hat größere Einbußen erfahren (-7,2 %) als ausländischer (-4,5 %; gesamt -5,8 %). Der Umsatz war demnach stärker rückläufig als der Absatz. Bei ausländischen Weinen war der Umsatzrückgang geringer als der Absatzrückgang.
Auch bei den Marktanteilen ging es bergab: Mengenmäßig für heimischen Wein um -0,6 %, wobei das DWI mitteilt, dass Verlusten beim Weißwein Zuwächse beim Rot- und Rosé­wein gegenüberstanden.
Durchschnittspreise im ersten Halbjahr gesunken
Insgesamt betrug im ersten Halbjahr 2026 der Marktanteil beim Absatz deutscher Weine 42,5 % – im Vergleich zum Vorjahr ging der mengenmäßige Anteil um 0,6 % zurück. Da der Durchschnittspreis hierfür etwas stärker rückläufig war als der Preis ausländischer Weine, ging der wertmäßige Markt­anteil noch etwas stärker zurück und lag somit im ersten Halbjahr für die hiesigen Gewächse bei 46,4 %. Im Vorjahr hatte der wertmäßige Marktanteil deutscher Weine noch bei 47,3 % gelegen. Somit ging der Umsatz stärker zurück als der Absatz.
Im Vergleich am stärksten zulegen konnten auf dem deutschen Markt, die italienischen Weine – durch starke Zuwächse bei Weißwein. red