Fachjournalistenpreis für Johanna Wies

RHEINHESSEN

Foto: Ole Bader
Besonders Frauen tragen in landwirtschaftlichen Familienbetrieben häufig enorme Verantwortung, vielfach jedoch ohne ausreichende soziale oder finanzielle Absicherung. Diese oft unsichtbaren Risiken beleuchtete Johanna Wies in ihrem Beitrag „Lieber einmal unromantisch als für immer arm“. Damit wurde sie Zweite beim Award „Fachjournalist:in des Jahres 2026“ des Vereins Deutsche Fachpresse bei den B2B Media Days 2026 in Berlin, (1.000 Euro Preisgeld). Der Beitrag erschien erstmals in DAS DEUTSCHE WEIN­MAGAZIN und dann in weiteren Wein- und Agrarmedien.
Beginn in Rheinhessen
Ausgangspunkt war ein Vortrag der landwirtschaftlichen Familienunternehmerin Lena Göth von „Lena & Sebastian“ vom rheinhessischen Weingut Baum über Herausforderungen für Frauen in der Landwirtschaft. Es folgten viele Gespräche mit Göth. Zudem sprach Johanna Wies mit der Forscherin Dr. Zazie von Davier, Mit­autorin der Thünen-­Studie „Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland“, mit Wiebke Wennemer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und mit einer Frau aus der Landwirtschaft, die selbst von fehlender Absicherung betroffen war.
Risiken oft kaum sichtbar
„Als Lena Göth mich zum ersten Mal auf das Thema aufmerksam gemacht hat, wusste ich: Darüber muss ich berichten. Mich hat erschüttert, wie tief die strukturellen Ungleichheiten reichen und wie wenig über die damit verbundenen Risiken gesprochen wird“, sagt Johanna Wies. „Die große Resonanz auf die Recherche zeigt, wie wichtig mehr Sichtbarkeit und offene Gespräche über diese Themen sind.“
Der Artikel zeigt neben den Risiken auch Lösungen für mehr Gleichstellung, soziale Absicherung und bessere Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft auf. Diese vertieft Johanna Wies auch in einem weiteren Beitrag, der ebenfalls in DAS DEUTSCHE WEIN­MAGAZIN erschienen ist. Der ausgezeichnete Beitrag ist auf https://johanna-wies.de/­portfolio/frauen-in-der-landwirtschaft-fehlende-absicherung-belastet-gesamte-branche/ abrufbar. red