FD-Ausbreitung an Reben in der Slowakei

Goldgelbe Vergilbung

Laut Angaben des Zentralen Kontroll- und Prüfungsinstituts für Landwirtschaft (ÚKSÚP) wurden etwa 75 % der Rebfläche in der Slowakei dieses Jahr zur Quarantänezone erklärt, um die Ausbreitung der Vergilbungskrankheit Flavescence dorée (FD) einzudämmen. Die Maßnahmen betreffen zwölf Bezirke und wurden wegen der im Vorjahr beobachteten fortschreitenden Verbreitung der Goldgelben Vergilbung durchgesetzt. Am stärksten betroffene Gebiete sind Nové Zámky und Košický kraj im Westen. Auch Regionen im Süden und Osten sind betroffen.
Die Bekämpfung der FD wird vom ÚKSÚP koordiniert, das dem slowakischen Landwirtschaftsministerium untersteht. Neben der Meldepflicht, Rodung und einem Insektizid­einsatz ist das Verbrennen
infizierter Rebstöcke vorgeschrieben. Eine Neupflanzung ist frühestens nach zwei Jahren erlaubt. In Befallszonen ist die Erzeugung und Ausfuhr von Edelreisern und Unterlagen untersagt.
Seit Beginn des Jahres sind Winzer in der Slowakei auf den eigenen Flächen zum Zikadenmonitoring mit Gelbtafeln verpflichtet. Wird eine Amerikanische Rebzikade gefunden, wird die gesamte Fläche mit Insektiziden behandelt und es erfolgt eine Inspektion des Weinbergs durch das ÚKSÚP samt Probennahme.
Bisher wurden in der Slowakei FD-bedingt rund 110 ha Reben gerodet. Die aktuelle Verbreitung der Goldgelben Vergilbung werde sich während des Sommers zeigen, wenn die Symptome der Infektion besser sichtbar sind. red