Finale Weinmosterntemenge 2025 größer als die Schätzung

Foto: DWI
Die Weinmosternte in den 13 deutschen Weinbaugebieten belief sich im Jahr 2025 nach den von Destatis veröffentlichten finalen Ernteergebnissen auf insgesamt 7,66 Mio. Hektoliter. Damit lag sie über den zum Ende der Weinlese abgegebenen Ernteschätzungen von 7,3 Mio. Hektolitern. Dennoch blieb sie insgesamt zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Gegenüber dem Erntedurchschnitt der letzten zehn Jahre betrug das Minus zwölf Prozent. Eine ähnlich kleine deutsche Weinmosterntemenge wurde zuletzt mit dem Jahrgang 2017 erzielt, der 7,5 Mio. Hektoliter hervorbrachte.
Das deutliche bundesweite Ernteminus im Vergleich zum langjährigen Mittel ist zu 90 Prozent auf kleinere Erträge in den vier größten deutschen Weinbaugebieten Rheinhessen, Pfalz, Baden und Württemberg zurückzuführen. Kleinere Traubenbeeren, unterdurchschnittliche Mostausbeuten und vor allem intensive Traubenselektionen nach den starken Niederschlägen Mitte September haben allein in der Pfalz zu einem Ernteminus von 17 Prozent beziehungsweise rund 378.000 Hektolitern gegenüber dem zehnjährigen Durchschnitt geführt. Für Rheinhessen wurden 207.000 Hektoliter Weinmost (minus acht Prozent) weniger gemeldet, für Baden minus 183.000 Hektoliter (minus 16 Prozent) und die Württemberger Weingärtner haben 179.000 Hektoliter (minus 19 Prozent) weniger als im Schnitt der letzten zehn Jahre eingebracht.
Zweistellige prozentuale Erntemengenrückgänge mussten auch die Weinerzeuger im Rheingau (minus 22 Prozent) und an der Hessischen Bergstraße (minus 16 Prozent) hinnehmen.
Über gute Erträge konnten sich 2025 viele Weinbaugebiete freuen, die im Vorjahr sehr stark unter den extremen Spätfrostschäden gelitten hatten. Dazu zählen insbesondere die beiden östlichen Gebiete Sachsen und Saale-Unstrut sowie die Ahr, die im Vergleich zu 2024 dreistellige prozentuale Mengenzuwächse verzeichneten – auf etwas niedrigerem Niveau auch die Mosel, Nahe, der Mittelrhein sowie Franken. DWI