Hitze dezimiert erneut die Ernte

Frankreich rechnet mit 33,9 Mio. hl Wein

Wie schon im Vorjahr wirkt sich auch der diesjährige Hitzesommer auf die französische Weinerzeugung aus. Der Statistische Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) erwartet eine unterdurchschnittliche Ernte von knapp 33,9 Mio. Hektolitern, das wären 6 % weniger als 2025 und sogar 17 % weniger als im fünfjährigen Mittel. Als Gründe hierfür nennen die Fachleute neben der Hitze und Trockenheit auch eine um 2,5 % geschrumpfte Rebfläche.
Kleinere Trauben kleinere Beeren, weniger Saft
Der heiße trockene Sommer habe in den Reben zu Hitzestress, Verbrennungen, Blattverlust und geschrumpften Trauben geführt.
Beispielsweise begann in der Champagne laut dem Agreste die Lese Mitte August bei einer außergewöhnlichen Reife der Trauben. Die Fachleute erwarten dort mit 1,3 Mio. Hektolitern nur eine halb so große Lese wie 2025. Die Traubengewichte hätten den niedrigsten Stand seit 20 Jahren erreicht.
Für das Elsass berichten die Statistiker trotz der späten Regenfälle im August von kleineren Trauben. Sie erwarten für dieses Anbaugebiet mit 810.000 Hektolitern eine um 6 % kleinere Menge als 2025, wobei auch dieses Jahr schon ertragsschwach gewesen ist.
Im größten Anbaugebiet Frankreichs, dem Languedoc-Roussillon, veranschlagt Agreste trotz einer um 3 % reduzierten Anbaufläche ein größeres Aufkommen, das gegenüber 2025 um 5 % auf knapp 9,6 Mio. Hektoliter steigen soll. Gleichwohl wäre dies gegenüber dem fünfjährigen Mittel ein Minus von 8 %. age