Jungwinzerpreis 2016

Württemberg

© Weinbauverband Württemberg
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Das Weingut Klopfer bewirtschaftet unter anderem einen Terassenweinberg in der Steillage Cannstatter Zuckerle. „Diesen Weinberg möchte ich zukunftsfähig machen und einen Teil zum Erhalt unserer Kulturlandschaft beitragen“, schildert Juniorchef Christoph Klopfer (26) den Hintergrund zu seiner Idee. Selbige hat er wegweisend umgesetzt, urteilte die Jury.
Jungwinzer steht für denErhalt des Mauerweinbaus
Der 50 ar umfassende Weinberg wurde 2013 mit zwei pilzwiderstandsfähigen Rebsorten der neueren Generation bestockt. Der „Mauerpfeffer“-Wein – benannt nach einer Wildpflanze, die häufig entlang der Wengertmauern zu finden ist – kommt als kräftiger, würzig-pfeffriger Rotwein mit viel Potenzial daher. Passend zum Wein, der mit einer gewissen Sangiovese-Typizität daher kommt und ab Hof für 19 Euro zu haben ist, hat der Jungwinzer ein hochwertiges Etikett mit passender Verpackungsröhre designen lassen. „Christoph Klopfer ist ein sympathischer, authentischer Vertreter des Berufsstandes. Bei seinem Projekt Mauerpfeffer macht er alles richtig. Und er trägt seinen Teil dazu bei, den traditionellen Mauerweinbau in Württemberg zu erhalten“, lobt wvw-Vizepräsident Peter Albrecht, den Sieger des Jungwinzerpreises 2016, der auf kontrolliert ökologische Bewirtschaftung setzt.
Erfolgreiches Jungwinzerprojekt „next Generation“ als Vorbild
Schon im Jahr 2006 startete die Fellbacher Weingärtner eG – Sieger in der Kategorie „Kooperationen“ – ihr Jungwinzerprojekt „next Generation“. Hier greift mittlerweile schon die zweite Generation nach dem Ruder, während deren Vorgänger in die Gremien der Weingärtnergenossenschaft integriert werden konnte. Ein Erfolg, den die Jury überaus positiv bewertete – nachdem die Gewinnung von Nachwuchs für Ehren- bzw. Nebenämter zunehmend eine Herausforderung darstellt. „In Fellbach gelingt dies vorbildlich“, sagt Weinbaupräsident Hermann Hohl. Zum Projektstart kam ein nG-Riesling auf den Markt. Später ergänzte eine Zeit lang ein Rotwein das Portfolio. Nun kommt, ganz neu und im Trend liegend, ein „Orange Wine“ aus der Sorte Grauburgunder auf den Markt. Sowohl der Riesling des aktuellen Jahrgangs (8 Euro) als auch der Orange Wine (16 Euro) beeindrucken durch ihre hohe Qualität. „Von enormer Bedeutung ist bei Jungwinzerinitiativen stets auch die Vernetzung sowie der gemeinsame Blick über den eigenen Tellerrand hinaus“, weiß Peter Albrecht vom Weinbauverband. Auch hier sind die Fellbacher sehr aktiv: „Durch Mitwirken in der „Generation Riesling“ sowie bei „Wein.Im.Puls“ knüpfen wir wichtige Kontakte über die lokalen Grenzen hinweg“, sagt Philipp Laipple (28), Weingärtner und Mitarbeiter der Fellbacher WG sowie Sprecher der jetzt vom Weinbauverband ausgezeichneten, 15 Mitglieder starken „next Generation“.

Weinbauverband Württemberg e.V.