Hitze und Trockenheit lassen die Lese in Deutschland, Spanien und der Champagne deutlich früher starten. Deutschland meldet aus allen Gebieten gesunde, aber kleinere Trauben. Die Federweißersaison startete, laut dem Deutschen Weininstitut (DWI), in der zweiten Augustwoche und damit rund eine Woche früher als im Schnitt der letzten fünf Jahre. Abgesehen von lokalen, Schäden, seien die Winzer von Katastrophen verschont geblieben. Bei Schweigen-Rechtenbach in der Südpfalz zerstörte Hagel 350 ha Reben – teilweise Totalschaden.
Spanien startete bereits Ende Juli
In Spanien startete die Lese in der Region Ciudad Real im südlichen Zentralspanien laut dem Bauernverband Asaja bereits Ende Juli. Laut Asaja, erwarten die Winzer eine geringere Erntemenge durch die Dürre der letzten Wochen, aber auch Frost Ende März sowie einen regional massiver Kaninchenbefall an den Reben. Daneben habe der Wegfall bestimmter Pflanzenschutzmittelwirkstoffe die Produktion erschwert.
Zudem rechnen Branchenkenner mit Schäden durch Flächenbrände und Rauch, was sich negativ auf Geschmack und Geruch der Trauben und des späteren Weins auswirken könnte. Zur Schadenshöhe gibt es keine Prognose. Der Wirtschaftsverband der Champagner-Erzeuger, das Comité Champagne (CIVC), gab im August die Lesetermine für alle Gebiete der Champagne bekannt. Es sei die früheste Lese, die jemals verzeichnet wurde.
Rekord in der Champagne
Bereits im Juli hatten sich die Erzeuger auf einen vermarktbaren Ertrag 2026 auf 8.800 kg/ha geeinigt. Dies soll die Lagerbestände schrittweise ins Gleichgewicht bringen und die Wirtschaftlichkeit der Weinbaubetriebe sowie deren Qualitätsstandards wahren. Champagner-Erzeuger dürfen ausnahmsweise bis zu 15 % ihrer Ernte an Trauben, Most oder Wein zukaufen, statt der sonst geltenden 5 %. age