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RHEINHESSEN

Liebe zu Rheinhessen als gemeinsamer Nenner

Foto: Norbert Krupp
Foto: Norbert Krupp
Im DLR Oppenheim traf sich die Weinbruderschaft Rheinhessen zu St. Katharinen zum traditionellen Frühlingsfest. Bruderrat Dr. Andreas Schreiber stellte eingangs fest, dass die Weinbruderschaft in den vergangenen fünf Jahrzehnten eine Konstante war, die sich für die Weinkultur in Rheinhessen, in Deutschland und in Europa eingesetzt habe. Brudermeister Otto Schätzel freute sich, dass auch der Ehrenbrudermeister Prof. Dr. Hans-Jörg Koch am Frühlingsfest teilnahm. Im kommenden Jahr werde man das 50-jährige Bestehen der Weinbruderschaft feiern. „Die zwölf neuen Mitglieder, die heute in die Weinbruderschaft aufgenommen wurden, bekennen sich bewusst zu Rheinhessen, zu dessen Wein, Landschaft, Geschichte und zu seinen Menschen. Wir wollen gemeinsam Weinkultur leben und die Freude am Wein, an der Landschaft und an den Menschen fördern“, erklärte Schätzel.
 
Zwölf neue Mitglieder
Die angehenden vier Weinschwestern und acht Weinbrüder wurden von Bruderrat Bernd Kern pointiert vorgestellt: Ulrich Bachmann aus Eltville, Udo Beckmann aus Alzey, Martin Bentz aus Worms, Jörn Butterfass aus Dexheim, Werner Hardt aus Framersheim, Stefanie Kauschke aus Worms, Thorsten Krämer aus Sörgenloch, Laura Lahm aus Ensheim, Ute Pröllochs aus München, Daniela Schmitt aus Alzey, Hartmut Strecker aus Mainz sowie Jürgen Wegener aus Offstein. Stellvertretend für alle neuen Mitglieder bedankte sich Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Mainzer Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, für die Möglichkeit, sich bei der Förderung und Weiterentwicklung der Weinkultur Rheinhessens einzubringen: „Ganz unterschiedliche Persönlichkeiten treffen hier zusammen. Sie alle sind Botschafter für unseren rheinhessischen Wein und insbesondere die Weinkultur. Wir können stolz darauf sein, was Sie hier über Jahrzehnte aufgebaut und geleistet haben. Das möchten wir als neue Weinschwestern und -brüder gerne unterstützen und bereichern“, sagte Schmitt.

Historische Rebsorten im Fokus
Vor dem Hintergrund des Klimawandels sei es spannend, Weine aus historischen, fast schon vergessenen Rebsorten zu verkosten, die einst in Rheinhessen angebaut wurden, erklärte Bruderrat Dr. Andreas Schreiber zur Weinprobe. Es wurden je zwei Weine präsentiert, um die Produkte aus historischen und aktuellen Rebsorten zu vergleichen. Der Rote Riesling, die beiden Gelben Orleans, der Malvasier und der Gänsfüßer Rotwein erwiesen sich dabei als sensorische Erlebnisse. Ihre Reben sind teilweise nur durch glückliche Zufälle erhalten geblieben und bereichern die Vielfalt in den Weinbergen Rheinhessens. Norbert Krupp