Mehr Tempo bei der Zulassung

Verbändegespräch zum Pflanzenschutz

Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH), Prof. Markus Schick, bescheinigte der Projektgruppe zur Abarbeitung der offenen Verfahren bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln eine erfolgreiche Arbeit. Die Projektgruppe habe die offenen Verfahren innerhalb von sechs Monaten bis Ende Januar 2026 abgeschlossen, teilte Schick beim Verbändegespräch zum „Pflanzenschutz“ am 17. Februar mit.
Der Berg sei inzwischen weitgehend abgearbeitet. Laut dem Staatssekretär werde die gesetzlich vorgesehene Frist von 120 Tagen bei neuen Zulassungsverfahren seit Anfang Dezember eingehalten. Die eingeleiteten organisatorischen Maßnahmen sollen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) fortgeführt werden.
Schick kündigte vor mehr als 50 Vertretern von Interessenverbänden an, den Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz (NAP) weiterzuentwickeln. Die in der EU-Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie geforderten Nationalen Aktionspläne seien in den Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich ausgestaltet.
Der deutsche NAP sei im Vergleich zu den Aktionsplänen anderer Mitgliedstaaten komplex und mit seinem umfangreichen Berichtswesen sowie den langwierigen Diskussionsprozessen nicht mehr effizient, so Schick. Das BMLEH werde den NAP überarbeiten, wobei Anregungen der Länder und Verbände sowie weiterer Experten berücksichtigt werden. Hierzu werde das BMLEH einen strukturierten Dialogprozess mit allen am NAP beteiligten Ressorts, Behörden und Verbänden starten. age