Ökoweinbau braucht Kaliumphosphonat

EU-Abgeordnete fordern Zulassung

Die Europaabgeordneten Christine Schneider (CDU) und Martin Häusling (Grüne) haben sich in einem fraktionsübergreifenden Schreiben aus dem Europäischen Parlament an EU-Agrarkommissar Hansen gewandt. Sie fordern, die Entscheidung für den Einsatz von Kaliumphosphonat im Ökoweinbau auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu treffen.
Zunehmend schwierig für Ökoweinbau
Hintergrund ist die zunehmend schwierige Situation im Ökoweinbau. Veränderte Wetterbedingungen infolge des Klimawandels führen häufiger zu feucht-warmen Phasen und begünstigen die Ausbreitung des Falschen Mehltaus. Für viele Ökowinzer in Europa bedeutet dies erhebliche Ernteverluste und wirtschaftliche Risiken. Praktiker, Wissenschaft und Verbände weisen seit Längerem darauf hin, dass Kaliumphosphonat ermöglichen kann, den Pflanzenschutz im Ökoweinbau zu stabilisieren, Erträge zu sichern und das bei reduziertem Einsatz von Kupfer.
Schneider und Häusling betonen, dass die wissenschaft­liche Abwägung zum Ergebnis kommt, dass die Zulassung von Kaliumphosphonat im Ökoweinbau notwendig und mit den Grundsätzen des ökologischen Landbaus vereinbar sei. Sie kritisieren, dass zentrale wissenschaftliche Erkenntnisse bei der bisherigen Bewertung nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. red