Sie sind hier:  » Startseite » Themen » Industrie+Wirtschaft » Oenologisches Symposium von Lallemands

Oenologisches Symposium von Lallemands

Am 11. April veranstaltete Lallemand in Wiesbaden ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Biologische Anwendungen in der Oenologie als Reaktion auf eine sich verändernde Umwelt“. An der internationalen Konferenz nahmen 150 Gäste teil.
 
125 Jahre Geisenheimer Hefereinzuchtstation
Das Symposium gab ebenfalls Gelegenheit, das 125-jährige Jubiläum der Gründung der Geisenheimer Hefereinzuchtstation zu feiern, mit der Lallemand eine langjährige Zusammenarbeit pflegt.

Klimawandel und Verbrauchertrends
Prof. Dr. Monika Christmann, eröffnete als Vizepräsidentin der OIV das Symposium mit einem Überblick über die Herausforderungen und Möglichkeiten der Oenologie der Gegenwart. Darauffolgend stellten weitere europäische Wissenschaftler Erkenntnisse und technologische Möglichkeiten vor, um auf den Klimawandel aber auch auf Verbrauchertrends reagieren zu können. Als besondere Herausforderungen wurden der Lesezeitpunkt bei phenolischer Reife aber moderatem Alkoholgehalt, die ansteigenden pH-Werte des Lesegutes und die Reduzierung des SO₂-Einsatzes genannt. Die aus der Forschung resultierenden Anwendungen sind vielversprechend. Dr. Szabolcs Villangó (KRC Research Institute Ungarn) stellte die Möglichkeit vor mit einer Laubwandbehandlung mit inaktivierten Weinhefen während des Reifebeginns die Traubenqualität zu steigern. Prof. Dr. Antonio Morata (UMP Madrid) zeigte Wege auf, um mit spezifischen Nicht-Saccharomyceten Moste biologisch anzusäuern. Dr. Bruno Blondin (INRA Montpellier) beschäftigte sich mit Veränderungen in der Mostmatrix und dem resultierenden Einfluss auf die alkoholische Gärung. Möglichkeiten der biologischen Kontrolle über Trauben, Most und Wein mit selektionierten Nicht-Saccharomyceten erläuterte Dr. Pierre Martini (IFV Frankreich). Dr. Florian Bahut (Universität Burgund) stellte die Möglichkeiten neuer inaktivierter Hefen mit hohen Glutathiongehalten vor. Abschließend stellte Johannes Burkert (LWG Veitshöchheim) seine Ergebnisse und Erfahrungen unter anderem mit Hefestämmen Torulaspsora delbrueckii vor. Lallemand