Rund 7,55 Mio. hl Wein und Most hat Deutschland im Jahr 2025 erzeugt. Laut dem Statistischen Bundesamt sank die Wein- und Mosterzeugung um 200.900 hl oder 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt (2019 bis 2024) wurden 842.300 hl oder 10,0 % weniger Wein und Most erzeugt.
Im Weinjahr 2025 gab es regional hohe Niederschläge im September, sodass die Fäulnis der Trauben stieg und sich der Zeitraum für die Lese verkürzte. Das beeinflusste die Lese und verringerte die Menge.
Einen geringen Einfluss auf die niedrige Weinmenge hatte die gesunkene Ertragsrebfläche, die 2025 mit 1,1% um 1.100 Hektar zum Vorjahr abnahm. Gut zwei Drittel (69,6 %) der 2025 erzeugten Weine waren Weißweine, knapp ein Drittel (30,4 %) Rotweine (einschließlich Roséwein und Rotling).
Mehr Prädikatswein als im Vorjahr erzeugt
Prädikatswein hat an der Wein- und Mosterzeugung 2025 einen Anteil von 29,3 % (2,21 hl). 2024 wurden nur 16,1 % des erzeugten Weins zu Prädikatswein verarbeitet. 2025 wurden zudem 5,03 Mio. hl Qualitätswein (66,6 %), 205.300 hl Wein mit geschützter geografischer Angabe (Landwein) (2,7 %), 11.800 hl Rebsortenwein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung und ohne geschützte geografische Angabe (0,2 %) sowie 90 900 hl Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung und ohne geschützte geografische Angabe (1,2 %) erzeugt.
Sinkende Weinerzeugung in Rheinhessen und Pfalz
In den beiden größten Weinbaugebieten Rheinhessen (2,10 Mio. hl) und Pfalz (1,53 Mio. hl) wurden zusammen 48,1 % des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. In Rheinhessen sank die Weinerzeugung um 13,8 %, in der Pfalz um 14,3 % gegenüber dem Vorjahr. Eine deutliche Zunahme zu 2024 war hingegen an der Mosel mit 12,0 % auf 1,27 Mio. hl zu verzeichnen. Dieses Ergebnis ist maßgeblich geprägt durch dort ansässige Handelskellereien. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen auf. Mit einem Zuwachs von 4,5 % auf 997.800 hl gegenüber dem Vorjahr lag die Erzeugung von Wein und Most in Baden leicht über dem Vorjahresniveau. Die regional teilweise sehr unterschiedliche Entwicklung der Weinerzeugung ist in erster Linie auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse zurückzuführen.
In Württemberg stieg die Weinerzeugung um 11,0 % auf 741.100 hl, in Franken um 21,1 % auf 366.000 hl. Demgegenüber sank die Erzeugung von Wein und Most im Rheingau um 10,2 % auf 180.100 hl, während sie an der Nahe mit 170.800 hl um 2,5 % über Vorjahresniveau blieb.
Besonders stark stieg die Weinmenge gegenüber 2024 in einigen flächenmäßig kleinen Anbaugebieten. So stieg die Weinerzeugung in Sachsen um 20.500 hl auf 29.500 hl und befindet sich damit auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2023 (28.900 hl).
Auch an der Ahr konnten mit einer Steigerung von 16.000 hl oder 71,2 % auf 38.400 hl deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Die Weinerzeugung bleibt aber mit 5,6 % unter dem sechsjährigen Durchschnitt (40.600 hl). Destatis