Das bayerische Landwirtschaftsministerium will wegen der anhaltenden Weinbaukrise die fränkischen Winzer unterstützen. Ein neuer Investitionsfonds mit einem Budget von 300.000 € soll Winzern, Kommunen und Verbänden helfen, sich auf neue Marktbedingungen einzustellen. Ziel sei es, Absatzchancen zu verbessern, die Direktvermarktung auszubauen und den Weintourismus anzuregen, wie Ministerin Michaela Kaniber am Rande eines Treffens mit Vertretern des Fränkischen Weinbauverbandes erklärte.
Zudem beinhaltet das neue Maßnahmenpaket eine Steillagenförderung, die im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) um 50 % aufgestockt werden soll – abhängig von der jeweiligen Hangneigung als Pauschalsatz pro Hektar. Das gesamte Finanzierungsvolumen dieser Steigerung beziffert das Ressort auf etwa 500.000 €. Ziel sei eine Umsetzung bis spätestens Anfang 2027. Daneben wurde im Rahmen des Förderprogramms zur Stärkung des Weinbaus eine zeitliche Spreizung zwischen Rodung und Wiederbepflanzung geschaffen, wodurch den Betrieben mehr planerische Flexibilität eingeräumt werden soll. age