Treffen mit Weinbauministerin Schneider

Rheinland-Pfalz

Foto: mlwuf
DWV-Präsident Ökonomierat Klaus Schneider und DWV-Generalsekretär Christian Schwörer sowie Vertreter des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd und der regionalen Weinbauverbände Rheinhessen, Pfalz, Ahr, Nahe, Mosel und besuchten am 2. September Landwirtschafts-, Weinbau-, Umwelt- und Forst­ministerin Christine Schneider im Ministerium in Mainz. Ein engerer Austausch zwischen Hausspitze des Minis­teriums und den Weinbauverbänden ist fest vereinbart.
An dem Gespräch nahmen unter anderem Jens Göring (Präsident des Weinbauverban­des Rheinhessen), Reinhold Hörner (Präsident des Weinbauverbandes Pfalz), Ökonomierat Eberhard Hartelt (Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd) sowie Ökonomierat Klaus Schneider (Präsident des Deutschen Weinbauverbandes) teil. Sie dankten Ministerin Schneider für ihren bisherigen Einsatz für den Weinbau, insbesondere bei den Verhandlungen zum EU-Weinpaket, das unter anderem die Auflage eines Rodungsprogramms in Rheinland-Pfalz ermöglicht hat.
Politik und Praxis – Austausch intensivieren
Angesichts der aktuellen Weinmarktsituation und den strukturellen Veränderungen wollen die Beteiligten den Austausch zwischen Weinbauministerium und Weinbauverbänden künftig weiter intensivieren.
Einigkeit bestand darin, dass die Schutzgemeinschaften auf eine neue Grundlage gestellt werden müssen, da sich die bestehende Struktur als nicht mehr geeignet erweist. Unter Berücksichtigung zusätzlicher Aufgaben sind zudem eine verlässliche Finanzierung und ein besserer rechtlicher Rahmen erforderlich.
Finanzierung der Schutzgemeinschaften
Weinbauministerin Christine Schneider berichtete, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium inzwischen Vorschläge für eine Geoschutz- und eine Finanzierungsverordnung vorgelegt hat, die Forderungen der Weinbauverbände aufgreifen.
Rheinland-Pfalz will sich für eine schnelle und praxistaugliche Umsetzung einsetzen, die den Schutzgemeinschaften die notwendige Handlungsfähigkeit und vor allem Rechts­sicherheit gibt.
Rotationsbrache und GAP ab 2028
Die Weinbauverbände betonten hinsichtlich der Einführung einer Rota­tionsbrache ab 2027 die große Bedeutung frühzeitiger Klarheit für die Winzerinnen und Winzer. Rheinland-Pfalz prüft aktuell wie die Regelung auf Landesebene praktisch umgesetzt werden kann. Baden-Württemberg hat hierfür bereits eine Übergangslösung geschaffen. Langfristig soll die Regelung mit Blick auf die GAP ab 2028 weiterentwickelt werden.
Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ab 2028 wurde die Notwendigkeit unterstrichen, den Weinsektor in der kommenden Förderperiode stark zu verankern. Es braucht im neuen EU-Finanzrahmen ein verlässliches eigenes Budget und das spezifische Sektorenprogramm Wein mit einer angemessenen und eigenständigen finanziellen Ausstattung.
Christine Schneider setzte sich schon in ihrer Zeit im rheinland-pfälzischen Landtag und später als Europaabgeordnete in Brüssel für den deutschen Weinbau ein. Der Deutsche Weinbauverband freue sich, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit ihr im rheinland-pfälzischen Weinbauministerium (MLWUF) fortsetzen zu können. red