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RHEINHESSEN

Weinkultur fördert Gemeinschaft

Foto: Norbert Krupp
Foto: Norbert Krupp
Die Anerkennung der Weinkultur als Immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe stand im Mittelunkt des traditionellen Weinzirkels am Rochustag, zu dem sich die Weinbruderschaft Rheinhessen zu St. Katharinen am 16. August in Mölsheim traf. Bruderrat David Profit, der sich als Justiziar der Weinbruderschaft mit dem Thema „UNESCO-Weltkulturerbe Weinkultur“ befasst, informierte, dass die Deutsche Weinakademie den Antrag vorbereite, die Weinkultur als Immaterielles Weltkulturerbe in das deutsche Verzeichnis aufnehmen zu lassen. In einem weiteren Schritt solle dann möglichst die weltweite Anerkennung erfolgen. „Warum ist die weltweit verbindende Weinkultur noch nicht als Welterbe der Menschheit anerkannt?“, fragte der Bruderrat. Die UNESCO habe sich lange auf Kulturdenkmäler und Landschaften konzentriert, Weinkultur sei immateriell. Solches „immaterielles Erbe“ sammele sie erst seit 2006, und Deutschland beteilige sich daran erst seit 2013.
 
Bewahrung kultureller Werte von Wein
Ehrenbrudermeister Prof. Dr. Hans-Jörg Koch, langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Deutschen Weinakademie, ist ein Unterstützer, die mit persönlichen Schreiben den Antrag zur Anerkennung der Weinkultur begleiten. Das zweite Schreiben werde durch einen angesehen Weinjournalisten der FAZ verfasst. Die Länge sei auf eineinhalb Seiten beschränkt, verriet Koch. Es sei fast unmöglich, die Bedeutung des Weines derart zu komprimieren und damit die deutsche Kommission zu überzeugen. Aus Sicht von Prof. Koch sei es völlig offen, ob der Antrag positiv aufgenommen und an die UNESCO weitergereicht werde. „Die Eintragung der Weinkultur in die Liste des Weltkulturerbes hätte zur Folge, dass Wein nicht mehr ein Getränk unter vielen ist, sondern etwas ganz Besonderes. Dies müssen wir ins Bewusstsein bringen“, appellierte Koch.
 
Abstimmung für die Weinkultur
Nach so vielen Belegen für die Bedeutung der Weinkultur fiel es den Anwesenden leicht, die von Bruderrat Profit formulierte und von Brudermeister Prof. Dr. Axel Poweleit unterstützte Resolution mitzutragen, in der sich die Weinbruderschaft für die Anerkennung der Weinkultur als immaterielles Weltkulturerbe der UNESO ausspricht. Der Brudermeister freute sich über den einstimmigen Beschluss der Resolution. Wer ebenfalls das Projekt unterstützen will, kann dies auf der Homepage des Deutschen Weininstituts tun unter www.deutscheweine.de/aktuelles/abstimmung-weinkultur.
Norbert Krupp