An der Ahr begann in diesem Jahr bereits um den 14. August die Weinlese und damit die buchstäblich „heiße Phase“ im Weinberg. Die außergewöhnlich frühe Entwicklung der Reben, verbunden mit einem warmen Frühjahr und zunehmender Trockenheit stellt die Winzer vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig deutet vieles auf einen qualitativ vielversprechenden Jahrgang hin.
Während die Bedingungen nach einer ungewöhnlich frühen Blüte zunächst günstig waren und ausreichend Niederschläge für eine gute Entwicklung sorgten, machte sich ab Ende Juni durch die anhaltende Hitze ein zunehmender Trockenstress bemerkbar.
Gute Aussichten
Für die Rotweine erwarten die Winzer einen guten Jahrgang. Die Trauben weisen eine intensive Farbausprägung auf, die Schalen enthalten viele Extraktstoffe und die Mostgewichte entwickeln sich zügig und gleichmäßig. Durch die erwarteten geringeren Erntemenge werde die Produktion von Blanc de Noir aus roten Trauben jedoch schwieriger. Für die gewünschte Saftmenge werden deutlich mehr Trauben benötigt. Einigen weißen Rebsorten macht es die anhaltende Hitze ebenfalls schwer. Vor allem beim Riesling fehlen die sonst typischen kühlen Nächte, wodurch sich die Säure weniger stark ausprägen kann. Ahrwein e.V.