Abschluss am Weincampus in Neustadt

Pfalz

© Weincampus Neustadt
Im Mußbacher Herrenhof verabschiedete der Weincampus Neustadt Mitte November seinen mittlerweile fünften Abschlussjahrgang in das Berufsleben. Zur stilvollen Feier trafen sich Absolventen, Familien und Freunde genau wie zahlreiche Gäste aus Politik und Weinwirtschaft mit den Professoren, Dozenten und Mitarbeitern des Weincampus im historischen Johannitergut. „Unseren Absolventen wurden viele Wissensräume eröffnet“, erklärte DLR-Direktor Dr. Günter Hoos. „Und die Studenten hatten die Chance, all diese Wissensaspekte wieder auf ein zentrales Produkt zu konzentrieren – den Wein. Hier zeigt sich im besten Sinne Leibniz“ Satz von der Einheit in der Vielfalt.“
Auf in die Praxis
„Fünf Jahre sind für uns ein kleines Jubiläum“, meinte Prof. Dr. Peter Mudra als Präsident der Hochschule Ludwigshafen für die am Weincampus vereinten drei Hochschulen. „Mit diesem Projekt haben wir einen gut mit der Praxis verzahnten, aber gleichzeitig forschungsbasierten Studiengang geschaffen“, unterstrich Prof. Mudra. „Dem dualen Ansatz des Studiums gehört die Zukunft.“ Für die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz gratulierte deren Präsident Ökonomierat Norbert Schindler den jungen Leuten zum Studienabschluss. „Die Landwirtschaftskammer trägt das Erfolgsmodell dieses dualen Studiengangs gerne mit und ist gleichzeitig sehr stolz auf Euch Absolventen. Genau wie auf die gesamte junge Weingeneration!“ Die Festrede hielt Weinkritiker Stuart Pigott, der den Gästen in gewohnt launiger Manier, aber fachlich fundiert, die Erfolgsgeschichte des Rieslings in Deutschland und der Welt vorstellte. „Aber gleichzeitig ist Weindeutschland weitaus mehr als nur Riesling“, so Pigotts Fazit.
Die Zukunft weiterschreiben
Studiengangsleiter Prof. Dr. Dominik Durner forderte die Neustadter Absolventen auf: „Stellen Sie sich den vielfältigen Herausforderungen der Weinbranche. Denn mit dem Bachelorzeugnis Weinbau und Oenologie und Ihrer Winzerlehre haben Sie die besten Voraussetzungen, um Ihre eigene Zukunft und die Zukunft der Weinbranche erfolgreich weiterzuschreiben.“ 37 Studierende erhielten an diesem Tag ihr Bachelor-Zeugnis. Die übrigen Studenten des Jahrgangs 2016 legen nach der Winzerlehre in einem der 250 Kooperationsbetriebe und dem praxisorientierten Studium am Weincampus in den nächsten Wochen noch ihre Bachelor-Arbeiten vor. Preise für die besten Leistungen Als bester Absolvent dieses Jahrgangs wurde Nathanael Döbler von der Vereinigung der Pfälzer Winzergenossenschaften ausgezeichnet. Seine Abschlussarbeit verglich den Einsatz von Pflanzenkohlesubstrat mit mineralischer und organischer Düngung. Die beste Weinbauarbeit waren in diesem Jahr die „Untersuchungen zur Umstellung einer Ertragsanlage auf die Schnittmethode nach Simonit & Sirch im zweiten Umstellungsjahr“, für die Ina Schwarzbach den Preis des Neustadter Absolventenvereins erhielt. Für die beste oenologische Bachelorarbeit erhielt Oliver Kurz Preise von Laffort und der Interessengemeinschaft Pfälzer Kellermeister, er hatte sich mit dem „Einfluss von ammoniumsulfathaltigen Gärhilfsstoffen auf den Gehalt von gesamter SO2“ befasst.
Andrea Kerth