Die Bundesregierung plant im Zuge der Aufstellung des Bundeshaushalts für 2027 eine Erhöhung der Schaumweinsteuer um 20 %. Die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Christine Schneider befürchtet einen Dämpfer für die ohnehin in schwieriger Lage befindlichen Weinbaubetriebe. „Wir reden von möglichen Zusatzeinnahmen im zweistelligen Millionenbereich, das sind Peanuts in einem Haushalt mit über 550 Milliarden Euro Einnahmen. Der Ertrag wäre gering, der Schaden umso größer“, stellte die Weinbauministerin fest. Das stehe in keinem Verhältnis.
Gleichzeitig würde eine Erhöhung dieser Steuer die Absatzkrise weiter verschärfen, meint Christine Schneider. Die Begründung, ungesunde Genussmittel verteuern zu wollen, lasse eher auf eine politische Motivation schließen als auf eine fiskalische Notwendigkeit. Sie appellierte an die Bundesregierung und an den Bundestag, diesen Vorschlag im weiteren Verfahren noch einmal zu überdenken. mlwuf