Auf Einladung der Weinfreunde Graubünden fand das Treffen der Gemeinschaft deutschsprachiger Weinbruderschaften (GDW) vom 12. bis 14. Juni 2026 in der Bündner Herrschaft (420 ha Reben und 60 Vollerwerbswinzer in Maienfeld, Fläsch, Jenins und Malans) in der Schweiz statt. Im Mittelpunkt stand die Delegiertentagung der 45 Weinbruderschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rathaus der Stadt Maienfeld.
GDW-Präsident Oliver Stiess (Weinbruderschaft der Pfalz) stellte sich nach acht Jahren nicht mehr zur Wahl. Die Versammlung wählte Gabriele Meter-Lehnen (Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer) zur neuen Präsidentin. Bestätigt wurden Michael Landgraf (Weinbruderschaft der Pfalz) als Geschäftsführer, Bettina Siée (Weinbruderschaft Rheinhessen zu St. Katharinen) als Vizepräsidentin und Margit Klein-Forster (Weinorden an der Nahe) als Schatzmeisterin.
Die Weinfreunde Graubünden übergaben den Thyrsosstab an die Weinbruderschaft der Pfalz, die 2028 zum GDW-Treffen nach Neustadt einlädt. Der Thyrsosstab ist aus der griechischen Mythologie überliefert – als Erkennungszeichen des Weingottes Dionysos (römisch: Bacchus).
Bündner Herrschaft ist für Pinot noir bekannt
Bei einer oenologischen Rundfahrt lernten die Weingeschwister Schweizer Winzer und ihre Weine kennen und erfreuten sich an der malerischen Landschaft, der Kultur und den regionalen Speisen. Der fachliche und persönliche Austausch unter Weinfreunden kam natürlich nicht zu kurz – mit gelebter Weinkultur beim Begrüßungsabend in Schloss Wartenstein oberhalb von Bad Ragaz und dem Galaabend im Maienfelder Schloss. Martin Bühler, Regierungspräsident des Kantons Graubünden, stellte stolz seine Heimat vor. Im Weingut Eichholz in Jenins klang das Wochenende mit einem Freiluftgottesdienst und Brunch mit regionalen Erzeugnissen aus. bs