Genossenschaftskellerei wächst in der Fläche

WÜRTTEMBERG

© Jan Bertram
An der Pressekonferenz der Genossenschaftskellerei Heilbronn haben am 7. September 2020 die neuen Geschäftsführer Daniel Drautz und Rainer Weber, sowie der Vorstandsvorsitzende Justin Kircher und der als „Ehrenvorstand“ titulierte externe Berater Karl Seiter die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2019 dargestellt. Der Umsatz entwickelte sich 2019 demnach „leicht rückläufig“ auf 27,2 Mio. € (-2,2 %). Die „Direktabsätze“ bei Wein und Sekt hätten zu Einnahmen von 21,8 Mio. € (+3,6 %) geführt, die Weinlieferungen an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) via WZG in Möglingen hingegen gingen leicht zurück. Insgesamt habe man ein Absatzminus von etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Marktposition habe insgesamt gehalten werden können, Verbesserungen seien nur punktuell möglich gewesen. Zu den positiven Überraschungen haben die Aktionen rund um die Bundesgartenschau in Heilbronn gehört, für die Drautz verantwortlich zeichnete. Der durchschnittliche Kostensatz pro Liter sei 2019 aufgrund der gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel geringeren Erntemenge um 5 % angestiegen. Dessen ungeachtet zahlt die GK Heilbronn plangemäß Traubengelder in gewohnter Höhe aus. Im Durchschnitt wurde etwa 13.300 €/ha gezahlt – ein Betrag, der in Württemberg nach Aussage der Führungsmannschaft „im oberen Drittel“ liegen soll.

Beitrittskandidaten um ein Jahr vertröstet

Diese langjährige Zuverlässigkeit sei wohl auch der Grund, weshalb die GK Heilbronn auf 1.454 ha (Stand 2019, Vorjahr: 1.430 ha) weiterwächst. 2020 kommen erneut 45 ha dazu, einige weitere Beitrittskandidaten sollen aufs nächste Jahr vertröstet worden sein. Ein gewisses Problem sei der Rebsortenspiegel, der sich gemäß den Empfehlungen des Vorstands etwas stärker in Richtung Weißweinsorten entwickeln sollte. Als zukunftsträchtig gelten für die Heilbronner neben Riesling und weißen Burgundersorten auch Piwis. Mit dem Lockdown ging es im März 2020 gleich heftig los: Der Bereich Gastronomie/Vereine/Firmenkunden lag zwischenzeitlich im höheren zweistelligen Minusbereich, der Absatzkanal Fachhandel im höheren einstelligen Minus. Der Absatz in den LEH blieb stabil. Pluspunkte steuerte der Vertrieb über den eigenen Onlineshop bei, der im Juli bereits das Vorjahresergebnis toppte. ja