Mediterranes Klima führt zu hochwertigem Lesegut

WÜRTTEMBERG

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In seiner Herbstpressekonferenz berichtet der Weinbauverband Württemberg am 9. September über ein weiteres trockenes und warmes Jahr. Bedingt durch die hohen Tem-peraturen erfolgte der Austrieb der Reben deutlich vor dem langjährigen Mittel. Örtliche Spätfröste sorgten in den Nächten um den 10. Mai für teilweise gravierende Schäden in den Weinbergen. Erste Schätzungen gingen von einem Ausfall von 15 % der Fläche aus. Die warmen Temperaturen in Kombination mit idealerweise kalten Nächten sorgen für eine gute Farbausbildung bei den Rotweintrauben und prägen das Aromaprofil der Trauben positiv. Vereinzelt, vor allem bei der Sorte Trollinger, konnte Sonnenbrand festgestellt werden. Der Befall von roten Trauben durch die Kirschessigfliege beschränkt sich bisher auf sehr wenige Einzelfälle.

Erntemengen variieren

Aufgrund der örtlichen Einflüsse durch Frost, Hagel und Sonnenbrand können die Erntemengen gebietsübergreifend stark variieren. Die Ernteschätzung des Weinbauverbands liegt etwas über dem Niveau des Vorjahres und wird auf 85 bis 90 hl/ha beziffert. Dies entspricht einer Erntemenge von rund 96 Mio. l. Gebietsübergreifend begannen zahlreiche Wengerter um den 7. September mit der Traubenernte. Die Hauptlese startet Mitte September. Der Großteil der Lese wird voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein. „Württembergs Wengerter erwarten einen qualitativ überdurchschnittlichen Jahrgang, trotz einiger Hitzeperioden und einem damit einhergehenden in Summe trockenen Jahr,“ so Weinbaupräsident Hermann Hohl. wvw