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RHEINGAU

Neue Schutzgemeinschaft

Am 28. August traf sich die Schutzgemeinschaft Rheingau zur konstituierenden Sitzung. Bestehend aus Vertretern der Rheingauer Weinwirtschaft wird diese zukünftig den Rahmen des neuen Bezeichnungsrechtes für die g.U. Rheingau festlegen. Aus dem EU Bezeichnungsrecht soll mit der Gründung der Schutzgemeinschaften aus der Übergangslösung eine Dauerlösung konzipiert werden. Zwei Tage zuvor wählte der Hauptausschuss des Rheingauer Weinbauverbandes die Mitglieder der Schutzgemeinschaft. Diese sind für die Profilierung des Anbaugebietes zuständig und werden das neue Bezeichnungsrecht für g.U. Rheingau formulieren. „Mit dem neuen Bezeichnungsrecht wurde eine gute Möglichkeit geschaffen, die Bezeichnungen neu zu definieren und mit einer Wertigkeit zu hinterlegen“, glaubt Weinbaupräsident Peter Seyffardt. „Die bisherige deutsche Übergangslösung ist keine Dauerlösung, eine Anpassung ist nötig um die Region stärker zu profilieren,“ ist sich Seyffardt sicher. Wie bei den südlichen Weinbauländern üblich, soll die geschützte Herkunftsbezeichnung als Qualitätsorientierung dienen und sich an dem Terroir Gedanken orientieren.
 
Zusammensetzung der Schutzgemeinschaft
Die Anerkennung als Schutzgemeinschaft setzt voraus, dass die Gruppe von Erzeugern für das jeweilige Anbaugebiet hinreichend repräsentativ ist. Das ist nach dem Weingesetz der Fall, wenn die Mitglieder der Organisation über zwei Drittel der Weinbergsfläche verfügen und auf zusätzlich zwei Drittel der Weinerzeugung entfallen. Für den Rheingau setzt sich die Schutzgemeinschaft wie folgt zusammen: der Vorstand des Rheingauer Weinbauverbandes (Peter Seyffardt, Bernhard Gaubatz, Johannes Eser, Gerd Groß, Jochen Kreis, Ronald Müller-Hagen, Gunter Künstler, Gilbert Laquai, Frank Schönleber, Theresa Breuer, Richard Nägler jun.), wie auch einem Vertreter des VDP.Rheingau (Mathias Ganswohl), einem Vertreter der Rheingauer Sektkellereien (Markus Jost) und Vertretern aus den Bereichen unterer(Marius Dillmann), mittlerer (Klaus Molitor & Stefan Keßler) und oberer (Dr. Franz Werner Michel) Rheingau.
 
Interessen bündeln  und Sprache vereinfachen
Ziel ist es, Interessen des Erzeugers zu bündeln, Änderungsanträge schneller auf den Weg bringen zu können und dabei den Blick zum Konsumenten für eine klare Sprache auf dem Etikett nicht zu vernachlässigen. Keine leichte Aufgabe für die Mitglieder der Schutzgemeinschaft die verschiedenen Interessen des Rheingaus unter ein Dach zu bekommen und gleichzeitig für den Verbraucher ein übersichtliches System zu schaffen, bei der die Herkunft im Mittelpunkt steht. Der Deutsche Weinbauverband, als Dachverband, gibt vor, dass die Angabe einer Herkunft ein Qualitätsversprechen und kleinere Herkünfte ein größeres Qualitätsversprechen beinhalten müssen. Beides möchte die Schutzgemeinschaft zur g.U. Rheingau berücksichtigen. „Die Weichen sind nun gestellt und es steht viel Arbeit an. Möglichkeiten sammeln, sondieren und festlegen, keine Aufgabe die in ein paar Tagen erledigt ist, aber mit einer großen Chance eine regionale Identität zu schaffen“, betont Seyffardt. rheingauer wbv