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Ero startet durch:

Neues Werk in Simmern eröffnet

Foto: Andrea Kerth
Ero investiert im Hunsrück
Mehr als 20 Millionen Euro hat die Ero GmbH in ihr neues Werk im Industriepark Simmern investiert, das jetzt schon zwei Jahre nach der Grundsteinlegung offiziell eröffnet wurde. Gefeiert wurde der Start am neuen Standort mit 400 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verbänden, von Lehr­ und Forschungsinstituten der Weinbranche wie auch mit Projektpartnern, den Nachbarfirmen und vielen der 220 Ero­ Mitarbeiter.
Produktionsprozesse  ab jetzt unter einem Dach
Zukünftig kommen aber nicht nur die Ero­ Weinbaugeräte aus der 15 000 Quadratmeter großen Produktionshalle, auch die der Marke Binger werden ab sofort im neuen Simmerner Werk produziert. Ero hat die Firma im rund 30 Kilometer entfernten Bingen vor zwölf Jahren übernommen. „Die fast 70 Jahre alten Werkshallen dort entsprachen nicht mehr den Anforderungen eines modernen Produktionsprozesses. Als dann bei Ero der Neubau anstand, hat es sich angeboten, auch die Marke Binger in Simmern anzusiedeln“, erklärte Ero Geschäftsführer Michael Erbach. Die Investition ins neue Werk zielt laut Ero darauf, Effizienz und Qualität durch optimierte Produktionsabläufe weiter zu steigern. Der Jahresumsatz lag 2017 bei 32 Millionen Euro. „Die Vollernterproduktion macht rund ein Drittel unseres Umsatzes aus, zwei Drittel erzielen wir mit unseren Weinbaugeräten wie Entlauber, Vorschneider und Co.“, sagte Michael Erbach bei der Werksführung durch die verschiedenen Produktionsstätten. „Auch der neue Druckluftentblätterer Vitipulse kam bei unseren Kunden sehr gut an.“
Innovative Lösungen für den modernen Weinbau
„Die Ero GmbH hat das Ohr nah am Kunden und liefert maßgeschneiderte Geräte als Antwort auf die Herausforderungen des modernen Weinbaus“, sagte Dr. Volker Wissing. „Mit Hightech­ Maschinen und neuesten Technologien geben Sie Ihren Kunden weltweit die Möglichkeit, Trauben besonders schonend und effizient zu lesen.“ Gleichzeitig unterstrich der rheinlandpfälzische Wirtschafts­- und Weinbauminister, dass nachhaltiges Wirtschaften zum Alltag des Hunsrücker Familienunternehmens gehöre. „Im Hunsrück verwurzelt und auf den Märkten der Welt zu Hause: Das ist das Erfolgsrezept von Ero und ein Beispiel für den erfolgreichen Mittelstand“, so Wissing. „Unternehmen wie Ero schaffen innovative Produkte, die in Rheinland-­Pfalz Anwendung finden und gleichzeitig international gefragt sind.“ Begonnen hat die Firmengeschichte 1969 mit dem Verkauf des ersten Ero­ Laubkreisels. Zu weiteren Meilensteinen der Unternehmensentwicklung gehörte 1981 die Präsentation des ersten Ero­ Traubenvollernters. Mit dem Bezug des neuen Ero­Werks, das verkehrsgünstig direkt an der Bundesstraße 50 liegt, beginnt jetzt ein neues Kapitel. 
Erster Tag der offenen Tür im neuen Werk am 29. Juli
Mehr als 15 000 Quadratmeter umfasst laut Ero allein die neue Produktionshalle, hinzu kommen noch Lagerhallen im Außenbereich. Für die Büros steht nun ein eigener Komplex mit 2 200 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, zugleich entsteht auf 700 Quadratmetern ein modernes Kundenzentrum mit Präsentations­- und Schulungsräumen. „Schon am Standort Niederkumbd hatten wir jeden Monat einige Werksführungen, aber hier in Simmern können wir in Zukunft unsere Produktion und die Produkte in ganz anderen Dimensionen zeigen“, erklärte Michael Erbach. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen will, sollte am 29. Juli vorbeikommen, denn dann lädt Ero zum ersten Tag der offenen Tür in Simmern ein.
Energieverbrauch im Blick
Zur Ausstattung des Werks gehören laut Ero sieben Brückenkräne mit jeweils bis zu 10 Tonnen Traglast sowie mehr als 40 Schwenkkräne. Alle Gebäude sind nach Angaben von Ero energetisch optimiert und entsprechen dem KfW55­Standard. Strom erzeugt ein Blockheizkraftwerk, dessen Abwärme die neue Pulverbeschichtungsanlage beheizt. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert, außerdem werden im Werk nur LED­Lampen eingesetzt. Ein Bussystem, mit welchem die gesamten Datenströme im Unternehmen zentral gesteuert werden können, dient laut Ero zur weiteren Optimierung des Energieverbrauchs. Die Investition von mehr als 20 Millionen Euro förderte das Land Rheinland-­Pfalz aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit 1,5 Millionen Euro. Im Gegenzug hat Ero bereits 40 neue Arbeitsplätze geschaffen. ak