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Pfalz: Positives Resumée

Das „Herbstliche Kamingespräch“ der pfälzischen Weinwirtschaft fand dieses Jahr in der Vinothek Isler in Neustadt-Diedesfeld statt und blickte auf ein turbulentes Jahr zurück mit frühem Austrieb, Trockenheit und anschließend nicht enden wollenden Niederschlägen. Hoher Schädlingsbefall beschleunigte die Lese und brachte nun erstaunlich fruchtbetonte Weißweine, die Trinkfreude versprechen.
Von einem Wechselbad der Gefühle sprach Edwin Schrank, pfälzischer Weinbaupräsident und zweiter Vorsitzender der Pfalzweinwerbung, beim Blick auf das zurückliegende Weinjahr. „Kontrollieren, bewerten und handeln, so ging es bis zum letzten Erntetag“, so Schrank. Spontaneität war gefragt, um die Probleme zu bewältigen. Dank der Schlagkraft und der Flexibilität der Winzer gibt es nun erstaunlich aromatische und gute Weine auf die sich die Verbraucher freuen können. Die Erntemenge von etwa 2,3 Mio. hl passt in den Markt. Die Menge liege im langjährigen Durchschnitt und könne die Bestände auffüllen.
Dr. Jürgen Oberhofer, vom DLR  Rheinpfalz, ließ die Vegetationsdaten noch einmal Revue passieren und berichtete dabei unter anderem auch über die Kirschessigfliege.

2014er sind rebsortentypisch und geprägt von langer Reife
Weinbaupräsident Schrank lobte das besonnene Handeln in der Pfalz: „Die meisten verzichteten auf Gift.“ Er berichtete von Gesprächen mit der BASF und anderen Firmen, die sicher einen Beitrag leisten können, aber allein Pflanzenschutz könne das Problem nicht lösen. „Die Forschung braucht ein paar Jahre bis Ergebnisse kommen, bis dahin müssen wir uns mit weinbaulichen Methoden, wie Entblätterung und früher Ernte helfen.“ 
Prof. Dr. Fischer, DLR Rheinpfalz, ist begeistert von den ersten Jungweinen, die rebsortentypisch ausgeprägt und von langer Reife gekennzeichnet seien. Der Jahrgang sei typisch deutsch und deshalb kein Nachteil, sondern besonders interessant.
Bisher 26 000 hl 2014er Wein in der Qualitätskontrolle sei deutlich mehr als im Vorjahr, erklärte Dr. Thomas Weihl, vom Weinbauamtes Neustadt. Durch die kleine Ernte im Vorjahr sei die Nachfrage sehr groß und die frühe Ernte ermögliche es den Markt zu bedienen – noch vor Weihnachten.
  bs