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PFALZ

Pfalzkrone für Anna Maria

Foto: Pfalzwein e.V.
Foto: Pfalzwein e.V.
Spannend bis zum Schluss war die Gala im Neustadter Saalbau am 4. Oktober, bei der die 81. Pfälzische Weinkönigin gekürt wurde. Denn Rosa Rummel, Tamara Fränzle, Christina Fischer und Anna Maria Löffler zeigten sich charmant, wortgewandt und schlagfertig. So machten die Ladies der 60-köpfigen Jury die Frage nicht leicht, wer sich als Markenbotschafterin des Pfälzer Weins am besten für das regionale, nationale und internationale Parkett empfiehlt.
 
Weinfachwissen charmant präsentiert
Ihre Kompetenz bei Fragen zu Weinbau, Kellerwirtschaft, Marketing und Tourismus bewiesen die Kandidatinnen bereits in der Fachbefragung. Für Anna Maria Löffler aus Haßloch ist klar, was den Pfälzer Wein so besonders macht: „Die große Vielfalt des einzigartigen Terroirs, etwa durch Basaltgestein in Forst oder den Muschelkalk des Urmeeres unterhalb der Kalmit.“ Die sprachgewandte 23-Jährige, die nach  der „International Hotelmanagement“-Ausbildung nun „International Wine Business“ in Geisenheim studieren wird, sagte mit Blick auf den Klimawandel: „In Zukunft werden wir sicher mit neuen Verfahren arbeiten, hier testet die junge Generation der Weinmacher ja jetzt schon Verschiedenes. Und der Riesling liebt es zwar etwas kühler, aber gerade für die Rotweinsorten sehe ich Chancen.“ Christina Fischer aus Göcklingen, die aktuell noch Weinbau und Oenologie in Geisenheim studiert, erklärte, wie sich der Bukettsorten-Trend auch bei den Rebflächen niederschlägt. „Bukettsorten bieten mit ihrem Aromen-Blumenstrauß für jeden etwas, egal ob man den Sauvignon blanc als Pfälzer Rebsorte des Jahres zur asiatischen Küche oder leichten Fischgerichten kombiniert oder mit Freunden bei einem Muskateller den Abend ausklingen lässt“, so die 25-jährige Winzerin. Auch Tamara Fränzle studiert nach ihrer Winzerausbildung jetzt Weinbau und Oenologie in Geisenheim. Für die 24-Jährige aus Meckenheim ist klar: „Unser Pfälzer Winzersekt wird bei der traditionellen Flaschengärung nicht nur mit viel Sorgfalt, sondern auch mit Liebe produziert. Und deshalb sind wir Pfälzer Winzer stolz darauf, dass er bei der Qualität mit Champagner mithalten kann.“ Über Piwi-Sorten konnte Rosa Rummel einiges erzählen, auch dank der Erfahrungen im elterlichen Bio-Weingut in Landau-Nussdorf. „Weniger Spritztermine bedeuten auch die Schonung des Bodens und Förderung der Biodiversität. Und aus Cabernet Blanc etwa lassen sich spannende Weine machen, mit großer Vielfalt, was die Stilistik angeht“, erklärte die 24-Jährige, die nach Praktika in Tourismus und Weinhandel jetzt Winemanagement an der Hochschule Heilbronn studiert.
 
Welches Glas zum Wein?
Auch eine gute Weinansprache gehört zu den Aufgaben der Gebietsweinkönigin. Und als es darum ging, das passende Glas zu verschiedenen Weinen zu wählen, zeigten die vier Weinexpertinnen im Gespräch mit Moderatorin Janina Huber ihren eigenen Stil. Für Anna Maria Löffler dominierten Beeren- und Zwetschgenaromen die Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah im Bordeaux-Kelch. Die Entscheidung, wer die Pfalzkrone von Weinkönigin Meike Klohr oder ihren Prinzessinnen Anna-Lena Müsel, Melina Hey und Christina Schött übernimmt, fiel dann bereits im ersten Wahlgang. Boris Kranz verkündete als erster Vorsitzender der Pfalzweinwerbung das Ergebnis: 81. Pfälzische Weinkönigin ist Anna Maria Löffler. Rund 300 Termine im In- und Ausland warten nun in den kommenden zwölf Monaten auf sie und die Prinzessinnen. ake