Forscher des Frauenhofer-Instituts haben mobile Systeme entwickelt, mit denen Proben direkt vor Ort analysiert werden können. Dazu zählen das mobile Labor „PhenoTruck“ zur Früherkennung von Quarantäneschaderregern im Obst- und Weinbau sowie ein Sensorsystem, das Lebensmittelbetrug bekämpfen soll. Der Einsatz der mobilen Labore soll Analysen beschleunigen, Ernteausfälle reduzieren und falsch deklariertes Olivenöl identifizieren. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) hat mit Partnern unter dem Arbeitstitel „PhenoTruck“ das mobile Labor entwickelt. Insbesondere die Identifizierung meldepflichtiger Quarantäneschaderreger könnte durch das mobile System beschleunigt werden, erläutert das IFF. Im Fokus stünden die Krankheiten Flavescence dorée (FD), Palatinate Grapevine Yellows (PGY) und die Schwarzholzkrankheit (Bois noir, BN), die Weinreben befallen.
Das mobile Labor soll auch in der Lage sein, verbreitete Krankheiten wie Apfeltriebsucht und Birnenverfall zu detektieren, die zu Ernteausfällen führen können. Erste Tests und Messkampagnen hat das IFF mit Projektpartnern in Weinbaugebieten in Rheinland-Pfalz und Italien durchgeführt.
Auch zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug haben sich die Forscher vom Fraunhofer-Institut etwas einfallen lassen. Die Wissenschaftler haben im Programm „PREPARE“ ein mobiles Gaschromatographie-Sensorsystem entwickelt, das helfen soll, falsch deklarierte Produkte vor Ort zu erkennen.
Die Gaschromatographie ist eine analytische Methode zur Trennung, Identifizierung und Quantifizierung von Stoffgemischen. Das Gerät sei einfach zu bedienen, sodass auch Laien eine schnelle Bewertung möglich sei. Im Fraunhofer-Projekt „PUMMEL“, das Teil von „PREPARE“ ist, konzentriert man sich vor allem auf die Identifikation von gefälschtem Olivenöl, das zu den zehn am häufigsten gefälschten Lebensmitteln zählt. age