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RHEINGAU

Rieslingprofil schärfen

Foto: Weinbauverband Rheingau
Der Rheingauer Weinbauverband hatte zum 61. Mal zur Winterfachtagung im Bürgersaal OestrichWinkel eingeladen. Neben dem Vergleich von Filtrationssystemen ging es auch darum, wie man alte Rebstöcke retten kann und welche unterschiedlichen Rieslingtypen es gibt. Evelyn Papst von wine intelligence nahm den deutschen Rieslingkonsumenten unter die Lupe. Dann ging Prof. Dr. Gergely Szolnoki auf die verschiedenen Rieslingtypen ein. Dabei betrachtet er Faktoren, die die Qualität des Rieslings beeinflussen. Eine Podiumsdiskussion mit Britta Wiegelmann (Chefredakteurin Gault Millau), Wilhelm Weil (VDP-Vorsitzender Rheingau), Theresa Breuer (Weingut Georg Breuer) und Mathias Müller (Geschäftsführer Quality Wine Select), befasste sich mit der Frage „Welche Chancen hat der Riesling?“. „Der Riesling ist die Leitrebsorte des Rheingaus und hat viele Facetten, die wir dem Verbraucher noch deutlicher präsentieren müssen,“ so Andrea Engelmann, Geschäftsführerin der Rheingauer Weinwerbung.
DWV-Konzept zur  Reform des Bezeichnungsrechts Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, stellte die Ideen zu einer Reform des deutschen Weinbezeichnungsrechtes vor. Wichtig sei eine klare Unterscheidbarkeit von Weinen mit geschützter Ursprungsbezeichnung, um die Profile der Weine besser zu schärfen. So solle Transparenz für Erzeuger und Verbraucher geschaffen werden. Diskutiert wurde, wie das Bezeichnungsrecht logisch nachvollziehbar und Verbraucher informativ gestaltet werden kann. Peter Seyffardt, Rheingauer Weinbaupräsident, thematisierte die politischen Ziele des Verbandes wie die Kompensations-, Dünge- und Nährwertkennzeichnungsverordnung sowie die Reform des Bezeichnungsrechts. „Wir wollen die Chancen nutzen, die die Reform des Bezeichnungsrechts bietet und den Rheingau-Riesling deutlich positionieren,“ so Seyffardt.

Steillagenförderung, um traditionelle Kulturlandschaft zu erhalten
Die Hessische Landesregierung werde sich auch in Zukunft für die Belange der Winzer einsetzen, versprach Landwirtschaftsministerin Priska Hinz. Die Ministerin ging auch auf Pflanzenschutzmaßnahmen ein, wie den Einsatz von Pheromonen zur Bekämpfung des Traubenwicklers. Hinz bedauert, dass es bislang nicht gelungen ist bei der Europäischen Kommission die Zulassung von Kaliumphosphonat für den ökologischen Landbau zu erreichen. Die Erhaltung der traditionellen Kulturlandschaft ist ein erklärtes Ziel der Agrarpolitik, betonte Hinz, daher werde die Bewirtschaftung von Steillagen gefördert. Die Hessische Landesregierung unterstütze die Anerkennung als Schutzgemeinschaft zur Verwaltung der Produkte mit geschützten Ursprungsbezeichnungen und geschützten geografischen Angaben. Die Ministerin lobte das Engagement des Rheingauer Weinbauverbandes zusammen mit den Verbänden und Organisationen der Region zur Ausgestaltung der Dachmarke Rheingau.   red