Die rückläufige Marktentwicklung bestätigt auch die Geisenheimer Absatzanalyse – im Juni 2026 mit einem Umsatzminus von 10 % und einem Absatzrückgang von 8 % (gegenüber dem Vorjahresmonat) fort. Damit setzt sich der negative Trend der vergangenen Monate fort. Besonders betroffen waren kleine Weingüter und Direktvermarkter (–17 %), wohl infolge des außergewöhnlich heißen Wetters.
Während sich der Weinexport positiv entwickelte und gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte, waren in allen anderen Absatzkanälen rückläufige Entwicklungen zu beobachten.
Die Auswirkungen fielen je nach Betriebsform unterschiedlich aus. Genossenschaften erwiesen sich erneut als vergleichsweise stabil und konnten die Marktverwerfungen bislang besser abfedern. Dagegen waren insbesondere kleinere Weingüter von deutlichen Absatzverlusten betroffen und standen im Juni weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. lwk