Scheu-Sieger 2026: Vielseitiger und solider Jahrgang
Bereits zum 11. Mal waren DAS DEUTSCHE WEINMAGAZIN und WEIN+MARKT beim Internationalen Scheurebe-Preis auf der Suche nach den besten Weinen der Sorte. Für den diesjährigen Wettbewerb reichten 142 Betriebe insgesamt 211 Weine ein. Wie in den Vorjahren erhielten die drei Erstplatzierten aus den sieben Kategorien ihre Urkunden persönlich auf den Betrieben. Auf den folgenden Seiten stellen wir die Besten des Scheurebe-Wettbewerbs 2026 vor.
Wie in den vergangenen Jahren spiegeln die Anstellungszahlen aus den einzelnen Anbaugebieten grundsätzlich deren Relevanz der deutschen Scheurebe-Anbauflächen wider. Rheinhessen, das Ursprungsgebiet der 1916 in Alzey von Georg Scheu gezüchteten Scheurebe, verfügt mit 741 ha auch 2025 über die größte Anbaufläche der Rebsorte. Mit 78 Weinen stellte Rheinhessen auch das größte Kontingent beim Wettbewerb. Darauf folgten die Pfalz (323 ha) mit 51 und Franken (216 ha) mit 46 Weinen, die Nahe (95 ha) mit 15 sowie Baden (63 ha) mit sechs Anstellungen. Auch internationale Anstellungen waren vertreten: Vier Weine kamen aus Österreich und ein Wein aus der Schweiz.
Fast die Hälfte der Stillweine trocken
Stilistisch setzte sich die Tendenz der vergangenen Jahre zu trockenen Varianten der Scheurebe fort. Besonders stark vertreten war die Kategorie „Modern trocken“ (über 5 bis 9 g/l Restzucker) mit 68 Weinen, gefolgt von „Lieblich“ (40), „Halbtrocken/Feinherb“ (32), „Süß“ (30) und „Klassisch trocken“ (bis 5 g/l) mit 26 Weinen. Ergänzt wurde das Teilnehmerfeld durch Schaumweine und edelsüße Varianten. Ein alkoholfreier Tropfen stieß bei der Jury auf großen Anklang und konnte sich somit einen Sonderpreis verdienen.
Bei einem durchweg soliden Niveau lagen die eingereichten Weine wie in den vergangenen Jahren wieder qualitativ dicht beieinander. Ab einer Note von 14,0 Punkten erhalten die Weine eine Urkunde, die jeweils drei besten dürfen aufs Treppchen.
Der Mainzer Fachverlag Dr. Fraund mit den Schwestermagazinen WEIN+MARKT und DAS DEUTSCHE WEINMAGAZIN initiierte 2016 zum 100-jährigen Jubiläum der Rebsorte erstmals den Internationalen Scheurebe-Preis. Ziel war es u.a., die oft unterschätzte und etwas in Vergessenheit geratene Rebsorte stärker ins Rampenlicht zu rücken. 1999 waren noch 3.126 ha Rebfläche in Deutschland mit Scheurebe bestockt, 15 Jahre später nur noch 1.423 ha. Der Abwärtstrend konnte aufgehalten werden. Mittlerweile zeigt die Tendenz wieder nach oben: 2025 betrug die Scheurebefläche in Deutschland 1.495 ha. red
Folgende Weine und Erzeuger haben es beim 11. Internationalen Scheurebe-Preis in den sieben Kategorie in die Top 3 geschafft:
Kategorie Perlwein/Schaumwein
1. Platz: Deutscher Sekt b.A. Scheurebe trocken, Weinhaus Ludwig Wagner & Sohn, Maikammer (Pfalz)
2. Platz: 2025er Donna fiore frizzante, Deutscher Perlwein, Weingut Jutta Fassian, Mehring (Mosel)
3. Platz: Deutscher Sekt b.A. Scheurebe extra trocken, Weingut Posthof Doll & Göth, Stadecken-Elsheim (Rheinhessen)
Kategorie Klassisch Trocken
1. Platz: 2025er Scheurebe trocken, Weinmanufaktur Steinbock, Neustadt-Haardt (Pfalz)
2. Platz: 2025er Distelfink Scheurebe trocken, Weingut Mirjam Schneider, Mainz (Rheinhessen)
3. Platz: 2025er Muschelkalk Scheurebe trocken, Weingut Johannes Zang, Sommerach (Franken)
Kategorie Modern Trocken
1. Platz: 2025er Scheurebe trocken, Weingut Schneider, Guldental (Nahe)
2. Platz: 2025er Scheurebe trocken, Weingut August Ziegler, Maikammer (Pfalz)
3. Platz: 2025er Scheurebe trocken, Weingut Neef Emmich, Bermersheim (Rheinhessen)
Kategorie Halbtrocken/Feinherb
1. Platz: 2025er Scheurebe feinherb, Weingut Tobias Becker, Mommenheim (Rheinhessen)
2. Platz: 2025er Scheurebe feinherb, Weingut Gerhard Hochdörffer, Landau-Nußdorf (Pfalz)
3. Platz: 2025er Zeilitzheimer Heiligenberg Scheurebe Kabinett, Weingut Kirch, Volkach-Fahr (Franken)
Kategorie Lieblich
1. Platz: 2025er Scheurebe lieblich, Weingut Siebenhof, Zotzenheim (Rheinhessen)
2. Platz: 2025er Scheurebe feinherb, Weingut Familie Erbeldinger, Bechtheim, (Rheinhessen)
3. Platz: 2025er Scheurebe mild, Weingut Lamberth, Ludwigshöhe (Rheinhessen)
Kategorie Süß
1. Platz: 2025er Scheurebe Spätlese, Weingut Theo Minges, Flemlingen (Pfalz)
2. Platz: 2025er Scheurebe, Staatsweingut Bad Kreuznach, Bad Kreuznach (Nahe)
3. Platz: 2025er Scheurebe, Weingut Beiser, Vendersheim (Rheinhessen)
Kategorie Edelsüß
1. Platz: 2025er Durbacher Steinberg Scheurebe Trockenbeerenauslese, Durbacher Winzer, Durbach (Baden)
2. Platz: 2021er Essenz Scheurebe Trockenbeerenauslese, Gebrüder Nittnaus, Gols (Neusiedlersee/Österreich)
Sonderpreis Alkoholfrei
Emmich“s alkoholfrei, Weingut Neef Emmich, Bermersheim (Rheinhessen)
Alle Gewinner
Den Artikel aus Ausgabe 12 gibt es zudem hier zum Download. Alle Siegerweine sowie mit Gold oder Silber prämierten Weine haben die Kollegen von WEIN+MARKT in ihrem Artikel vorgestellt, den man hier findet: https://www.wein-und-markt.de/11-internationaler-scheurebepreis.