Die 27 EU-Agrarministerinnen und -minister haben sich in Luxemburg auf eine partielle Allgemeine Ausrichtung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 verständigt. Damit konnte ein Gleichgewicht zwischen Flexibilität für die einzelnen Mitgliedsstaaten und einem gemeinsamen Rahmen auf EU-Ebene erreicht werden. Der Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer konnte Vereinfachungen für die Mitgliedsstaaten durchsetzen. Auf deutsche Initiative hin sind bei der Ausgestaltung der Förderung nun deutlich mehr Maßnahmen freiwillig, z.B. die Kleinerzeugerregelung und der neue Förderansatz für betriebliche Umstellungsmaßnahmen.
Somit kann den spezifischen nationalen und regionalen Gegebenheiten in den Mitgliedsstaaten besser Rechnung getragen werden. Zudem haben sich die Agrarminister geeinigt, dass die Unterstützung für Junglandwirte ausgebaut wird und die Mitgliedsstaaten wie bisher die ersten Hektare zur besseren Berücksichtigung der unterschiedlichen Betriebsstrukturen fördern können.
Der Rat hat nun ein robustes Mandat für die Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament. Allerdings wird über die Finanzausstattung noch verhandelt. BMLEH