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Bayer-Weinbautag: Bewährtes und Innovatives rund um den Rebschutz

© Bayer CropScience
Im rheinhessischen Stadecken präsentierte das Pflanzenschutzunternehmen Bayer seine diesjährigen Versuchsvarianten mit unterschiedlichen Spritzfolgen. Die empfohlene Rebschutzvariante hat sich wiederum bewährt. Es wird zu ständigem Wirkstoffwechsel geraten, um Resistenzen vorzubeugen und die gut wirksamen Mittel zu erhalten.

Versuche und Rebschutz
Das Bayer-Expertenteam Sonderkulturen lädt jährlich Winzer, Vertreter von Handel, Genossenschaften und Berater auf sechs Versuchsstandorte in deutschen Weinbaugebieten ein, um Versuchsvarianten zu präsentieren und die gebietsspezifischen Rebschutzempfehlungen zu begutachten. Im Vergleich stehen verschiedene Spritzfolgen gegen Oidium, Peronospora und Botrytis in einem Müller-Thurgau-Weinberg bei Stadecken. Die von Bayer empfohlene Spritzfolge habe sich wieder bewährt, stellt Dr. Torsten Griebel, Bayer, fest. Trotz des enormen Oidiumpotenzials in diesem Frühjahr war der Befall nicht übermäßig stark. Außergewöhnlich sind die enormen Niederschläge in Stadecken von 155 mm seit Juli. In der badischen Ortenau habe man sogar 300 mm gemessen. Durch die permanente Nässe hält sich der Befallsdruck durch Peronospora in Grenzen.

Breites Portfolio
Bayer verfügt mit den Weinbaufungiziden Luna Experience, Luna Privilege, Flint, Profiler, Melody Combi und Teldor über ein breites Portfolio gegen alle relevanten Pilzkrankheiten. Die Fungizide wurden in die regionalen Behandlungsstrategien eingebaut und die Bekämpfung von Pilzkrankheiten optimiert. Griebel: „Wir empfehlen den Anwendern permanenten Wirkstoffwechsel.“ Um Resistenzen vorzubeugen, dürfe eine Wirkstoffgruppe nicht öfter als zweimal eingesetzt werden. Mit Ausnahme der Azolgruppe, die viermal eingesetzt werden dürfe. Griebel empfiehlt sehr verantwortungsvoll mit den Mitteln umzugehen. Strobilurine haben Resistenzen entwickelt und spielten dieses Jahr, bis auf Gebiete mit Rotem Brenner, keine Rolle mehr.

Biologisches Fungizid
Griebel zeigte auch Varianten mit und ohne Botrytizideinsatz. Erstmals wurde ein Versuchsmittel auf biologischer Basis getestet. Die Winzer müssen frühzeitig entscheiden, was sie mit ihren Trauben machen wollen. Kombiniert mit Laubarbeiten, Ausdünnen und Traubenteilen wirken Botrytizide am besten. Der Einsatz eines Botrytizides sichere den Ertrag ab, was bei Premiumweinen sehr anzuraten sei. Botrytis lässt sich nicht verhindern, aber deutlich hinauszögern.
bs
www.agrar.bayer.de