Die Landwirtschaftliche Rentenbank reagiert auf die Kostenbelastung der Betriebe durch gestiegene Energie- und Düngemittelpreise. Zum 1. Juni 2026 legt die Bank in Absprache mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium ein Sonderprogramm zur Liquiditätssicherung in Form von zinsvergünstigten Darlehen auf.
Antragsberechtigt sind Betriebe der Landwirtschaft, des Garten- und Weinbaus, unabhängig von der Rechtsform und steuerlichen Einkunftsart. Bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Betrieb muss kein Liquiditätsbedarf nachgewiesen werden. Höhere Darlehensbeträge sind möglich, sie werden nach der jeweils bewirtschafteten Fläche bemessen. Die Darlehenssumme ist auf 500.000 Euro pro Betrieb begrenzt. Die Darlehenslaufzeit beträgt drei Jahre. Das Programmvolumen umfasst 200 Mio. Euro. Die Darlehen werden zur neuen Kondition „LR-Soforthilfe“ vergeben, die durch eine Zinsvergünstigung aus eigenen Mitteln der Rentenbank finanziert werde. Laut Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer geraten viele Betriebe durch steigende Energie- und Betriebsmittelkosten unter Druck. „Wir lassen sie in dieser Situation nicht allein“, versicherte der CSU-Politiker.
Mit den Liquiditätshilfen spanne man ein Sicherheitsnetz und unterstütze Betriebe bei der Überbrückung kurzfristiger Engpässe. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt das Liquiditätssicherungsprogramm mit Zinsvergünstigung, fordert aber von der Bundesregierung echte finanzielle Entlastungen. Es sei ein Signal für schnelles Handeln in einer akuten Belastungssituation, aber Kredite müssten vollständig zurückgezahlt werden. Die Bundesregierung sei zu längst überfälligen strukturellen Reformen verpflichtet. age