Vom 14. bis 16. September 2026 fanden an der Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) die 54. Deutschen Lebensmittelchemietage der Gesellschaft Deutscher Chemiker statt. Die Deutsche Weinakademie (DWA) war dort durch ihren Kollegen Joshua Klein mit einem Poster-Beitrag vertreten.
Bei einem Poster-Beitrag handelt es sich um ein Vortragsformat, bei dem eine wissenschaftliche Fragestellung beziehungsweise wissenschaftliche Daten kompakt auf einem DIN A0-Format präsentiert werden. Die Teilnehmenden der Veranstaltung konnten sich die Poster anschauen (Foto). Zu bestimmten Zeiten standen die Ersteller an ihren Postern bereit, um zu erklären, sodass ein wissenschaftlicher Austausch entstand.
Angeregte Diskussionen ganz ohne Moderation
Joshua Klein, von der DWA, zeigte ein Poster zum Thema „Wissenschaftlich begründete Gegenposition zum Jeder Tropfen ist Gift-Narrativ“.
Neben einer Einführung, wer die Deutsche Weinakademie ist und wie das Konzept „No safe Level“ Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs gefunden hat, präsentierte er aktuelle Studien, die zeigen, weshalb Trinkmuster, Getränkeart und Krankheitstyp dem Narrativ entgegenstehen.
Es wurde ausgiebig über den Inhalt sowie die gesellschaftlichen Aspekte des Themas Wein und Alkohol diskutiert. Genau das war das Ziel: einen Anstoß zu geben, um über die (fehlende) Wissenschaft hinter dem „Jeder Tropfen ist Gift“- Narrativ ins Gespräch zu kommen. Im wissenschaftlichen Umfeld ist bekannt, wie nuancenreich und vielfältig die Datenlage oft ist. Da greift ein stark vereinfachendes Narrativ meist zu kurz.
In einem Punkt herrschte bei allen Diskussionen Einigkeit: Die Dosis macht das Gift. Übermäßiger Konsum ist gesundheitsschädlich, doch gegen verantwortungsvollen, moderaten Genuss spricht meist nichts. DWA