Pilzwiderstandsfähige Felicia zugelassen

Rheinland-Pfalz

© Arno Becker
Am 15. Dezember 2020 wurde die pilzwiderstandsfähige Rebsorte Felicia vom Bundessortenamt saatgutrechtlich zugelassen. Damit ist diese Sorte auch in allen rheinland- pfälzischen Anbaugebieten für die Herstellung von Qualitätswein zugelassen. Für ihren Anbau braucht kein Versuchsantrag mehr gestellt zu werden, die Pflanzfläche ist nicht begrenzt. Felicia wird in der EU-Weinbaukartei mit der Zahlenkennung 414 geführt werden.
Laut dem Züchter Julius- Kühn-Institut, Geilweilerhof in Siebeldingen, Dr. Oliver Trapp, E-Mail: oliver.trapp@julius-kuehn.de sind große und lockerbeerige Trauben, die sich auch für den direkten Verzehr sehr gut eignen, typisch für Felicia. Mit drei bis vier Trauben pro Trieb weist die Sorte ein relativ hohes Ertragsniveau auf. Durch die lockere Trauben­struktur sei sie recht unempfindlich gegenüber Botrytis. Neben einer mittelstarken Widerstandsfähigkeiten gegen Echten Mehltau und Falschen Mehltau besitzt die Sorte auch eine Resistenz gegen die Schwarzfäule. Im Weinberg erkennt man Felicia durch ihre markant glänzenden Blätter. Durch ihren nicht ganz aufrechten Wuchs gestaltet sich das Heften der Laubwand jedoch etwas aufwendiger, wie der Züchter erklärt.
Bukett: feine, florale und fruchtigen Aromen
Felicia stehe für einen leichten, feinfruchtigen und säurearmen Weintyp. Das Bukett ist geprägt von feinen, floralen und fruchtigen Aromen wie grüner Apfel, Aprikose und Banane, die in manchen Jahren mit einem dezenten, angenehmen Muskatton kombiniert sind. Der Wein besitzt darüber hinaus eine harmonische Säure. Aufgrund der vorwiegend dezenten Weinstilistik ist die Sorte hervorragend als Verschnittpartner geeignet. In Rheinland- Pfalz wird Felicia bislang auf 1,5 ha angebaut (Stand 1/2021). Arno Becker, DLR RNH