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Pfalz

Rekordumsatz in Ilbesheim

Die Deutsches Weintor eG, Ilbes­heim (Pfalz), verbuchte im Geschäftsjahr 2017 eine erneute Absatz- und Umsatzsteigerung. Die Genossenschaft realisierte nach eigenen Angaben beim Gesamtabsatz gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Wachstum von 0,2 % von etwa 16,5 Mio. auf rund 16,6 Mio. Liter. Der Gesamtumsatz (brutto) stieg sogar um knapp 5 % von zuvor 44,2 Mio. auf 46,5 Mio. Euro. „Zu dieser überaus positiven Entwicklung trugen alle Geschäftsbereiche bei“, betonte Vorstandssprecher Frank Jentzer bei der Generalversammlung der Genossenschaft Ende Juni in Heuchelheim-Klingen.
Gute Zahlen im Jubiläumsjahr
„Das 60. Jahr des Bestehens von Deutsches Weintor war ein hervorragendes. Nachdem wir bereits 2016 sehr gute Zahlen vorlegt haben, konnten wir diese 2017 nochmals steigern. Das ist vor allem angesichts des schwierigen Gesamtmarkts nicht selbstverständlich und zeigt, dass wir mit unserer Markenstrategie und der kompromisslosen Qualitätsorientierung richtig liegen“, kommentierte Jentzer das Ergebnis. Die erneute Aufwärtsentwicklung bewertet Jentzer auch sehr positiv, „weil sie nicht zu Lasten der Wertschöpfung ging“. Um den Absatz auf dem deutschen Markt weiter zu stimulieren, setzen die Ilbesheimer auch 2018 auf aufmerksamkeitsstarke Handelsaktionen. Einiges verspricht sich Jentzer vom Sponsoring des Hauses. Deutsches Weintor unterstützt etwa den Handball-Bundesligisten Füchse Berlin sowie ganz neu das Bahnradteam Rheinland-Pfalz um Weltmeisterin und Olympiasiegerin Miriam Welte. Von strategischer Bedeutung für die Zukunft ist für Jentzer aber auch der Export. Hier habe die Deutsches Weintor eG im Jubiläumsjahr weitere Fortschritte in den USA und auf dem asiatischen Markt erzielen können. Um das Auslandsgeschäft anzukurbeln, sucht das Unternehmen einen Exportleiter, nachdem Vertriebschef Dr. Bernd Kost das Unternehmen Ende Mai verlassen hat.
Mitgliederentwicklung fordert die Genossenschaft
2016 lieferten die Mitglieder der Genossenschaft knapp 8,1 Mio. kg Trauben an, 2017 waren es rund 8,2 Mio. kg. Neben den kleineren Erntemengen dieser beiden Jahre sei auch die Mitgliederentwicklung eine Herausforderung. Die Mitgliederzahl tendierte in den letzten Jahren nach unten, zuletzt von 482 auf 454. Die Abgänge im Jahr 2017 seien „im Wesentlichen altersbedingt“ zustande gekommen. So reduzierte sich die Ertragsrebfläche von 646 auf 635 ha. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 lagen aber auch 115 Kündigungen von Mitgliedern vor, die bis 2022 wirksam werden könnten. Sollte das passieren, könnten sich daraus Flächenabgänge von bis zu 110 ha ergeben. Größtenteils kündigten Mitglieder, die mit den ausgezahlten Traubengeldern unzufrieden waren. Laut Jentzer haben inzwischen aber schon einige Mitglieder ihre (Teil-)Kündigung zurückgezogen. Außerdem seien von bestehenden Mitgliedern weitere Anteile an der Genossenschaft gezeichnet und Neumitglieder gewonnen worden, nachdem die Auszahlungspreise für die Jahrgänge 2013 bis 2016 schrittweise von 58 auf 73 Cent/kg gesteigert werden konnten. Bei einer Ausgangsbasis von 14 300 kg/ha entspricht das nun 10 439 Euro/ha. Für 2017 stellte Jentzer eine weitere Erhöhung von 18 % auf 86 Cent/kg beziehungsweise 12 298 Euro/ha in Aussicht, dazu einen einmaligen Jubiläumsbonus von 553 Euro/ha. Außerdem wurde auf der Generalversammlung einstimmig der Beschluss gefasst, aus dem 2017 erzielten Bilanz­gewinn von 143 000 Euro etwa 37 000 Euro als Dividende an die Mitglieder auszuschütten. Der Rest des Bilanzgewinns fließt in die Rücklagen. wer