Weinerlebnisregion Rheinhessen

RHEINHESSEN

© DLR
Unter dem Motto „Weinerlebnisregion Rheinhessen – Stärken, Potenziale, Herausforderungen“ fand am 14. November 2019 die 10. Rheinhessen-Konferenz am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR) in Oppenheim statt. Initiatoren der Veranstaltung waren neben dem DLR, die Rheinhessen-Touristik GmbH, Rheinhessenwein e.V., der Arbeitskreis Rheinhessen Kultur und Rheinhessen Marketing e.V. Staatsekretärin Daniela Schmitt vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau zeigte die Chancen der Symbiose aus Wein und Tourismus für Rheinland-Pfalz auf: Mit rund 200 Mio. Aufenthaltstagen und einem Bruttoumsatz von über 7 Mrd. Euro zähle der Tourismus zu den bedeutenden Branchen in Rheinland-Pfalz. „Alles in allem sichert der Tourismus rund 150 000 Arbeitsplätz“, so Schmitt. Um die Dachmarke Rheinhessen weiter voranzubringen, sei es wichtig, dass sich verschiedene Partner und Wirtschaftszweige der Region zusammentun.
Seit ihrem Start in 2010 hat die Dachmarkeninitiative viele wichtige Impulse für die Weiterentwicklung Rheinhessens gegeben. Landrat Ernst Walter Görisch (Landkreis Alzey-Worms) lobte die Zusammenarbeit der rheinhessischen Institutionen und Aktiven. Er zeigte außerdem auf, dass durch die Leader-Förderung mit Hilfe von Landes- und EU-Mitteln spannende touristische Projekte umgesetzt worden seien, die die Region befördern und neue Impulse geben.
Tourismusstudie Rheinhessen
Prof. Dr. Gergely Szolnoki von der Hochschule Geisenheim University stellte die Ergebnisse einer Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung und Charakterisierung von Touristen in Rheinhessen vor. Dabei wurden rund 150 Weingüter und 400 Touristen in der Weinregion befragt. Die Gäste kamen in erster Linie aus Rheinland-Pfalz (32 %) und Hessen (25 %). Im Vergleich zu anderen deutschen Weinanbaugebieten sind in Rheinhessen mehr Tagesbesucher (67 %) als Übernachtungsgäste zu verzeichnen. Als Reisemotivation dienen allem voran Natur/Landschaft (45 %), Wein (33 %), Erholung (31 %), Kultur/Veranstaltungen (31 %) sowie Genuss (28 %). „Eine gute Kombination aus diesen Punkten wird für die Gäste zum spannenden Weinerlebnis“, so Szolnoki. Überaus zufrieden sind die Gäste mit dem Weinangebot, den Ausflugszielen und dem Gastronomieangebot. Beim Besuch eines Weingutes schätzen sie vor allen Dingen die Probiermöglichkeit, den direkten Kontakt zum Winzer sowie eine gastronomische Einkehrmöglichkeit. Die am häufigsten unternommenen Weinaktivitäten der Weingutsbesucher sind das Verkosten von Weinen, der Besuch einer Straußwirtschaft sowie eines Weinfestes. Bei ihrem Aufenthalt in der Region nehmen sie im Schnitt sechs Flaschen Wein mit nach Hause. Durchschnittlich geben Tagesbesucher pro Tag etwa 80 € aus. Bei den Übernachtungsgästen sind es im Schnitt 151 €. Primärweintouristen, die gezielt Weingüter besuchen, sind generell eher bereit, mehr Geld in der Region zu lassen als andere Gäste. „Ihr Ziel sollte es sein, Sekundär- Weintouristen zu Primär-Weintouristen werden zu lassen“, rief Szolnoki dem Plenum von rund 130 Teilnehmern zu. Bedürfnisorientiert Informationen bieten Robert Klauser und Elke Leffers von der infomax websolutions GmbH begleiten seit Jahren die rheinhessischen Organisationen bei der digitalen Weiterentwicklung. Sie gaben Einblick in das Nutzerverhalten der www.rheinhessen.de-Besucher und machten deutlich, wie wichtig ein bedürfnisorientierter Aufbau von Content ist. Die Webseite der Region konnte im Vergleich zum Vorjahr 18 % mehr aktive Nutzer gewinnen. Über 70 % der Besucher landen über Suchmaschinen auf www.rheinhessen.de. Die häufigsten Suchbegriffe, über die der User auf der Website landet, sind: Rheinhessen, Veranstaltungen Rheinhessen, Hiwweltour, Weinfeste Rheinhessen und Weinforum Rheinhessen. „Wir müssen bedürfnisorientiert denken und dem Besucher der Seite Mehrwerte zu den regionalen Themen liefern“, resümierte Leffers. Gerade Themen wie Hiwweltouren, Weinveranstaltungen und Straußwirtschaften könnten genutzt werden, um sie mit attraktiven Inhalten aufzuladen und darzustellen. Kathrin Saaler, DLR RNH