Zehn Jahre Steillagenzentrum Mosel

DLR Bernkastel-Kues feiert

© DLR Mosel
Der rheinland-pfälzische Weinbauminister Dr. Volker Wissing würdigte zum zehnjährigen Bestehen des Steillagenzentrums des DLR Mosel in Bernkastel-Kues die wichtige Arbeit für die Weinwirtschaft und den Tourismus. Ausbildung, Beratung- und Versuchswesen sowie Forschung sind an einem Ort konzentriert. „Das Steillagenzentrum ist durch den Einsatz der Mitarbeitenden und deren Fachwissen ein Impulsgeber für die Weinlagen mit Weltruf entlang der Mosel“, so Wissing.
Klassische Ansätze wie die Bodenordnung ebneten den Weg zu besser erschlossenen, zusammenhängenden Flächen und zum Erhalt des historischen Landschaftsbilds. Zugleich wurde mit zukunftsweisenden Projekten versucht, die körperlich anstrengende Arbeit zu erleichtern. So wurde mit Unterstützung des DLR der erste Steillagenvollernter entwickelt. Nun wird verstärkt an der Digitalisierung im Weinbau gearbeitet, zu nennen sind Prognosemodelle für den Pflanzenschutz, der Einsatz von Drohnen oder der KI-unterstützte schonende Rebschnitt.
Das Steillagenzentrum ist Bestandteil des durch die Zusammenlegung der damaligen Kulturämter mit den Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalten gebildeten Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Mosel. In Bernkastel-Kues wurden die Berufsbildende Schule, die Beratung mit Schwerpunkt Steillagenweinbau, das weinchemische Labor, der Lehr- und Versuchsbetrieb sowie die Forschungsstation in Zusammenarbeit mit dem Julius Kühn-Institut zusammengefasst.
Der Unterricht für die angehenden Winzer sowie das Beratungs- und Versuchswesen profitierten durch die Nähe zur Forschung. Angesichts der Ausdehnung des Anbaugebietes über 200 Kilometer habe das DLR frühzeitig auf Internet-Seminare, Filme und Podcasts gesetzt. „Über 2.000 Familien bewirtschaften entlang der Mosel die Weinberge.
Derweil berichtet das Statistische Landesamt, dass Rheinland-Pfalz aktuell über eine bestockte Rebfläche zur Keltertraubenproduktion von 64.521 ha verfüge. Der Anbau wurde gegenüber 2019 um 59 ha oder 0,1 % ausgedehnt. Die Fläche für weiße Rebsorten nahm um 0,6 % auf 46.655 ha zu, während die Fläche mit roten Rebsorten um 1,2 % auf 17.865 ha abnahm. Der Trend zu weißen Sorten setzt sich fort. red