Prof. Dr. Werner Rühling verstorben

Hochschule Geisenheim University

Die Hochschule Geisenheim University (HGU) nimmt Abschied von Prof. Dr. Werner Rühling, der die weinbautechnische Forschung und Entwicklung in Deutschland über viele Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat und am 28. Februar verstorben ist.
Werner Rühling wurde 1939 in Crailsheim in Württemberg geboren. Nach dem Studium des Landmaschinenbaus an der Universität Hohenheim promovierte er dort mit einer Arbeit zur optimalen Maschinenausstattung landwirtschaftlicher Betriebe. Von 1964 bis 1972 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Landtechnik in Hohenheim.
Engagement für moderne Technik in der Praxis
Im Jahr 1972 übernahm er die Leitung des Instituts für Technik an der damaligen Forschungsanstalt Geisenheim und wurde zugleich Professor an der Fachhochschule Wiesbaden. Dreißig Jahre lang war er Institutsleiter und fast genauso lange Mitglied im Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW). Von 1978 bis 1994 war er Beiratsmitglied, von 1994 bis 2002 zweiter geschäftsführender Vorsitzende. Zahlreiche ATW-Berichte und KTBL-Publikationen zeugen von seinem Engagement für den praktischen Einsatz moderner Technik im Weinbau. Vor allem um die Mechanisierung im Steillagenweinbau, die Entwicklung von Weinbauschleppern und bei der Einführung der Traubenvollernter erwarb er sich Verdienste. Wichtige Impulse setzte er auch bei der Weiterentwicklung zeitgemäßer Bodenpflegeverfahren sowie der Mechanisierung der Laub- und Stockpflege im Weinberg.
Seine zahlreichen Veröffentlichungen, auch nach Ende seiner Dienstzeit im Jahr 2002, zeugen von seiner hohen fachlichen Kompetenz.
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagierte sich Rühling viele Jahre beim Deutschen Weinbauverband, dem Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW) sowie beim Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). red